Nachmittagsbetreuung für Grundschüler in Wiesbaden wieder möglich

Je nach Schule bis 15 oder 17 Uhr

Nachmittagsbetreuung für Grundschüler in Wiesbaden wieder möglich

Nachdem die Grundschulen in Wiesbaden seit dieser Woche den Präsenzunterricht wieder aufgenommen haben, soll auch die Nachmittagsbetreuung ab sofort wieder stattfinden. Das teilt Sozialdezernent Christoph Manjura (SPD) mit.

Demnach soll für Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 3 wieder die Möglichkeit bestehen, nach Unterrichtsschluss länger im Gebäude zu bleiben — und zwar je nach Schule bis 15 oder 17 Uhr. An Tagen des Präsenzunterrichts beginnt die Betreuung ab 11:30 beziehungsweise ab 11:45 Uhr. Ein Problem, vor dem einige Schulen jetzt stehen, ist jedoch, dass der Unterricht für einige Schüler derzeit schon gegen 9:30 Uhr endet.

Wiederaufnahme nach elf Wochen

Sozialdezernent Manjura hofft, dass die Schulen eine schnelle Lösung finden, wie die Zeit überbrückt werden kann, bis das Programm durch die Abteilung „Betreuende Grundschulen“ am frühen Mittag startet. Für Manjura ist die Wiederaufnahme des Angebots ein wichtiger Schritt in Richtung regulären Schulalltag. In den vergangenen elf Wochen seien die Mitarbeiter stattdessen als Unterstützung für die Lehrer der Notbetreuung eingesprungen.

„Weiterhin wollen wir uns als Amt für Soziale Arbeit, das in Wiesbaden auch die Funktion des Jugendamts innehat, bei der Notfallbetreuung für die Kinder einsetzen, deren Betreuung aufgrund einer Entscheidung des zuständigen Jugendamtes oder der zuständigen Schulpsychologin oder des zuständigen Schulpsychologen zur Sicherung des Kindeswohls dringend erforderlich ist“, beschreibt der Sozialdezernent ein zusätzliches Einsatzfeld.

Noch immer Einschränkungen

„Aufgrund der vom Land Hessen vorgegebenen Restriktionen im Schulbetrieb und der zu treffenden Hygiene- und Abstandsmaßnahmen ist darüber hinaus — beispielsweise an den Tagen ohne Präsenzunterricht — leider kein weiteres Betreuungsangebot möglich“, sagt Manjura und weist darauf hin, dass es auch weiterhin Einschränkungen geben wird.

Ebenfalls mache man sich bereits Gedanken über die immer näher rückenden Sommerferien. „Wir wollen gerne, wie sonst auch, eine dreiwöchige Ferienbetreuung an den Grundschulen anbieten“, sagt Manjura. Allerdings sei die Rechtslage im Hinblick auf die dafür notwendige Nutzung des Schulgeländes in den Sommerferien nicht eindeutig. „Das Hessische Kultusministerium sollte hier schnellstmöglich für Klarheit sorgen.“ (ab)

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