Update: Hausbesetzung am Landeshaus beendet

Die Besetzer forderten bezahlbaren Wohnraum für alle

Update: Hausbesetzung am Landeshaus beendet

Unbekannte Aktivisten haben in der Nacht von Freitag auf Samstag, den 15. Juni, ein leerstehendes Haus in Wiesbaden besetzt. Das Objekt befindet sich in der Straße „Am Landeshaus“ 2. Die Besetzung dauerte bis etwa 22 Uhr am Samstagabend.

Wie die Polizei mitteilt, seien sechs Personen in dem leerstehenden Wohnhaus gewesen. Sowohl Vertreter der Stadt Wiesbaden, unter anderem Sozialdezernent Christoph Manjura (SPD), als auch Polizisten waren vor Ort und mit den Aktivisten im Gespräch. Die Polizei erklärte am Samstagnachmittag, dass keine Räumungsmaßnahmen geplant sind. Die Besetzer gaben an, in dem Haus verbleiben zu wollen.

Gegen 22 Uhr zeigten sich die sechs Aktivisten laut Polizei kooperativ und gesprächsbereit. Aufgrund geführter Gespräche zeigten sie sich dann auch bereit, das Haus freiwillig zu verlassen, nachdem sie zuvor zu den rund 40 Teilnehmern der Mahnwache, die sich vor dem Haus formiert hatte, gesprochen hatten. Beim Verlassen des besetzten Hauses wurden die Personalien festgestellt und die Personen vor Ort entlassen. Teilweise schlossen sich die dann der Mahnwache an.

Auf den Transparenten, die von den mit Sturmhauben vermummten Aktivisten von Balkon und Fenstern gehängt wurden, standen Forderungen wie „Leerstand Besetzen! Spekulanten Enteignen!“ und „Widersetzen. Besetzen. Denn die Stadt gehört uns“. Am Samstag war außerdem eine Demo mit dem Namen „Wohnraum für Alle“ in der Stadt unterwegs, die sich gegen Leerstände und zu hohe Mieten formiert hatte.

In dem linken Blog „Indymedia“ wird die Hausbesetzung in Wiesbaden erwähnt. Dort heißt es: „Die Aktivist*innen fordern, dass der Leerstand ein Ende hat und die Häuser für sozialen Wohnraum, Unterkünfte für Geflüchtete, obdachlose Menschen, Studierende und/oder Frauen* in prekären Wohnsituationen genutzt werden sollen.“ Wohnraum solle allen Menschen zugute kommen und nicht nur Reichen und Spekulanten zum Opfer fallen.

Wie der „sensor“ berichtet, formierte sich nach der Abschlusskundgebung der Demonstration „Wohnraum für Alle“ eine spontane Demo, die zu dem besetzten Haus zog. Dort wurde dann eine Mahnwache abgehalten. (df)

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