Wohnen in Wiesbaden: Preise steigen an

Immobilienmarktbericht zeigt die Entwicklung der Preise für Häuser, Wohnungen und Grundstücke

Wohnen in Wiesbaden: Preise steigen an

Wohnungen, Grundstücke und Häuser: Die Immobilienpreise in Wiesbaden steigen weiter. Das geht aus dem Immobilienmarktbericht 2022 hervor. Erstellt wurde dieser mittels einer Marktanalyse des Gutachterausschusses für Immobilienwerte. Berücksichtigt wurden dazu 3127 Objekte von den beurkundenden Notaren.

Besonders hoch waren demnach die Steigerungen für Häuserkäufe: 21 Prozent mehr als im Vorjahr musste man im vergangenen Jahr für eine Doppelhaushälfte durchschnittlich zahlen. Zwischen 350.000 Euro und 2.800.000 Millionen Euro kostete eine Doppelhaushälfte demnach, im Durchschnitt 842.000 Euro. Ein Jahr vorher zahlte man dafür noch 696.000 Euro. Hat man im vergangenen Jahr ein Reihenhaus gekauft, musste man im Durchschnitt 544.000 Euro hinlegen, Reihenendhäuser kosteten sogar rund 623.000 Euro. Ein Drittel dieser Häuser wurden übrigens in Nordenstadt verkauft. Hier lag der Kaufpreis nochmal 16 Prozent höher als im Wiesbadener Durchschnitt.

Freistehende Einfamilienhäuser kosteten rund 2 Millionen Euro in Sonnenberg und 1,5 Million Euro in Nordost, bei Spitzenpreise zwischen 2 und 3,3 Millionen Euro. Auch hier sind die Durchschnittspreise gestiegen (auf rund 1,05 Million Euro gegenüber 977.000 Euro im Jahr 2020).

Eigentumswohnungen im 16 Prozent teurer

Ebenso verteuerten sich die Preise für neue und für wiederverkaufte Eigentumswohnungen, im Durchschnitt um rund 16 Prozent. 408.000 Euro kostete eine Eigentumswohnung mit einer Größe von 82,4 Quadratmeter im Durchschnitt (4950 Euro pro Quadratmeter gegenüber 4260 Euro im Jahr 2020). Um 3 Prozent günstiger wurden hingegen die Kaufpreise von Wohnbauflächen.

Ein Quadratmeter unbebautes Wohnbaugrundstück kostete im Jahr 2021 durchschnittlich rund 1303 Euro. 13 Prozent Zuwachs gab es hier (8 Prozent bei bebauten Grundstücken). Wohnbaugrundstücke in den Stadtbezirken Nordost und Sonnenberg sind besonders teuer: Hier zahlt man rund 2032 Euro pro Quadratmeter (2020 waren es noch 1922 Euro/Quadratmeter). Gewerblich genutzte Grundstücke kosteten durchschnittlich 309 Euro pro Quadratmeter (zwischen 200 und 670 Euro/Quadratmeter).

Die Zahl der verkauften Grundstücke und Wohn- und Nutzflächen stieg um 11 Prozent an, die meisten stammten aus dem Verkauf von landwirtschaftlichen Flächen (37 Prozent). Wurden in den Jahren zuvor immer rund 220.000 bis 300.000 Quadratmeter Acker verkauft, waren es im vergangenen Jahr fast 570.000 Quadratmeter.

Auch mehr Wohnungs- und Teileigentumsverträge gab es: Ihre Zahl erhöhte sich um 12 Prozent auf 1983. 2,37 Milliarden Euro wurden insgesamt umgesetzt (5 Prozent mehr als im Vorjahr). Hier wurden auch die meisten Verträge abgeschlossen, mit Kaufpreisen von 30.000 Euro bis 3.700.000 Euro pro Einheit.

Erstmals kann der Immobilienmarktbericht kostenfrei hier heruntergeladen werden.

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