Großbrand in Freizeitbad – 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Umliegende Straßen und Bundesstraße voll gesperrt

Großbrand in Freizeitbad – 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Am Freitagabend kam es zu einem Großbrand im Freizeitbad in Idstein. Das komplette Gebäude war stark verraucht, was die Arbeit Feuerwehr besonders erschwerte. Sie musste mehrere Türen aufbrechen. Das berichtet die Polizei.

Gerufen wurden die Einsatzkräfte gegen 20:20 Uhr. Dichter Rauch drang aus dem Freizeitbad Tournesol, 750 Quadratmeter auf mehreren Etagen standen in Flammen. Die Feuerwehr musste mehrere Türen aufbrechen, um unter schwerem Atemschutz in das Gebäude zu gelangen. Innen fanden sie gleich mehrere Brandnester. Das komplette Gebäude war stark verraucht, starke Hitze hatte sich ausgebreitet. Höhenretter mussten Fenster in der schneebedeckten Dachkuppel einschlagen, damit der Rauch abziehen konnte. Die Brandmeldeanlage, Löschanlage, Brandschutztüren sowie alle Entrauchungsmöglichkeiten waren wegen der Sanierungsarbeiten außer Betrieb. So konnte sich der Rauch im gesamten Gebäude ausbreiten. Die Einsatzkräfte verschafften sich von mehreren Seiten Zugang zum Gebäude, um zu löschen und zu belüften.

Gegen 0:20 Uhr war der Brand gelöscht. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den Morgen an. Zur Brandursache kann die Polizei noch keine Angaben machen. Die Kriminalpolizei in Wiesbaden führt die weiteren Ermittlungen durch. Da das Bad momentan umgebaut wird, befanden sich keine Personen im Gebäude. Laut Angaben der Feuerwehr wird der entstandene Sachschaden auf mindestens 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr Idstein sowie umliegenden Wehren des Rheingau-Taunus-Kreises im Einsatz. Das Bad befindet sich im Eigentum der Stadt, daher war auch der Bürgermeister, Christian Herfurth, vor Ort. „Ich danke allen Einsatzkräften, die hier ehrenamtlich unter schwierigsten Bedingungen im Einsatz sind. Ich bin froh, dass niemand verletzt wurde“, so Herfurth. Zur Versorgung der Einsatzkräfte mit warmen Getränken und Suppe war auch die ehrenamtliche Betreuungsgruppe des ASB im Einsatz.

Die angrenzende B275 musste aufgrund der starken Rauchentwicklung und der durchgeführten Löscharbeiten bis in die frühen Morgenstunden voll gesperrt werden.

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