Was hinter Enos peinlichem Live-Auftritt steckt

Text vergessen, genuschelt und dann von der Bühne verschwunden: Enos Auftritt bei den „Hype Awards“ in Berlin war mehr als seltsam. Nun erklärt er den Grund dafür.

Was hinter Enos peinlichem Live-Auftritt steckt

Der Auftritt von Eno bei den „Hype Awards“ in Berlin stand schon von Beginn an unter keinem guten Stern. Eigentlich sollte der Wiesbadener Rapper dort den Nummer-Eins-Hit „Ferrari“ mit seinem Kollegen Mero performen. Dieser wurde jedoch krank und musste den Auftritt absagen. Doch Eno ging trotzdem auf die Bühne und wollte dem Publikum den Song präsentieren.

Zunächst lief auch alles wie geplant: Die Halle verdunkelte sich, auf Videoleinwänden liefen Ausschnitte aus dem „Ferrari“-Musikvideo und der Wiesbadener betrat mit einem „Berlin, was geht ab?“ die Bühne. Doch nach ein paar Takten folgte der erste Aussetzer. Wie es scheint, hatte Eno seinen eigenen Text vergessen. Die schnelleren Passagen des Songs klangen mehr leise gemurmelt als gerappt. Und irgendwann ersetzte er den Text einfach durch „Berlin, was geht ab? Seid ihr gut drauf oder was? Ich will euch alle hören!“ Und nach nur einer Minute verschwand Eno wieder hinter der Bühne.

Spott in den sozialen Medien

Da die Veranstaltung auch live im Internet übertragen wurde, ließ der Spott nicht lange auf sich warten. Via Twitter, Facebook und YouTube hagelte es negative Kommentare. Von „der kennt seinen eigenen Text nicht“, über „der kann halt nur mit Autotune rappen“ bis hin zu sarkastisch-lustigen Kommentaren war alles dabei. Doch was war der Grund für den seltsam schlechten Eno-Auftritt in Berlin?

Das ist der Grund für den peinlichen Auftritt

Nach dem Auftritt meldete sich „Alles oder Nix“ Label-Boss Xatar zu Wort, bei dem Eno unter Vertrag steht. Die Vorwürfe, Eno könne nicht rappen, brachten ihn zum Lachen. Man solle sich nur einen der Festival-Auftritte des Wiesbadeners ansehen, um diese Meinung zu widerlegen. Auch erklärt er, was der Grund für den seltsamen Auftritt seines Schützlings war: Die In-Ears hätten nicht funktioniert.

Normalerweise bekommen Musiker mit In-Ear-Kopfhörern die Musik direkt auf die Ohren. Auf der Bühne selbst und ohne diese Kopfhörer, ist die Akustik eher schwierig. „Er hat seinen Song einfach nicht gehört“, so Xatar. Auch bei ihm selbst habe die Technik nicht richtig funktioniert.

Eno äußert sich

„Gestern auf jeden Fall komplett reingeschossen“, äußert sich Eno selbstkritisch via Instagram. „Meine In-Ears hatten einen Wackelkontakt, irgendwann sind sie komplett ausgegangen und ich bin komplett durcheinander gekommen“, so der Wiesbadener weiter. „Aber nicht schlimm, passiert. Wir hätten es einfach wie die anderen machen und Playback einspielen sollen — aber wir wollten es ja live.“

Schon wenig später hatte er dann die Möglichkeit, zu zeigen, was er kann: Auf dem Frauenfeld Open-Air war von vergessenen Texten oder Aussetzern nichts mehr zu hören und Eno konnte eine gewohnt energiegeladene Show spielen. (js)

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