Chlorzusatz in Wiesbadener Trinkwasser: Das ist der Grund

Wegen Wartungsarbeiten wird das Trinkwasser in Teilen von Wiesbaden ab Mitte April gechlort. Gesundheitliche Bedenken gebe es nicht, ein leichter Geruch und Beigeschmack ist aber möglich.

Chlorzusatz in Wiesbadener Trinkwasser: Das ist der Grund

In Teilen des Wiesbadener Stadtgebiets wird dem Trinkwasser vorübergehend Chlor zugesetzt. Wie die Landeshauptstadt Wiesbaden mitteilt, beginnt die Maßnahme am Montag, 13. April, und soll voraussichtlich bis Ende des Monats andauern. Nicht betroffen sind die Stadtteile Amöneburg, Kastel und Kostheim.

Grund sind Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten am historischen Münzbergstollen, die vom 14. bis zum 19. April geplant sind. Die Chlorung dient laut der Stadtverwaltung zur „zusätzlichen hygienischen Absicherung“ während dieser Arbeiten am Trinkwasserstollen. Die Dosierung erfolgt nach den Vorgaben der Trinkwasserverordnung und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt.

Für Verbraucher kann es in dieser Zeit zu einem leichten Chlorgeruch oder -geschmack im Trinkwasser kommen. Gesundheitliche Beeinträchtigungen gibt es dadurch aber nicht. Das Wasser aus dem Hahn entspreche weiterhin den strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung und könne uneingeschränkt zum Trinken, Kochen oder Waschen genutzt werden.

Normalerweise wird das Wasser aus dem über 100 Jahre alten Münzbergstollen seit 2019 mit einer UV-Anlage desinfiziert. Die Chlorung ist nur eine vorübergehende Maßnahme und wird nach Abschluss der Arbeiten wieder beendet.

Diese Stadtteile sind betroffen

Betroffen sind laut Stadt die Stadtteile Sonnenberg (mit den Bereichen Danziger Straße, Hirtenstraße, Ostpreußenstraße, Goldsteintal) und Nordost (mit den Bereichen Eigenheim, Neroberg, Nerotal, Platter Straße, Dambachtal, Lahnstraße). Diese werden über das Wasserwerk Platter Straße versorgt, das vom Münzbergstollen gespeist wird.

Teilweise mit Wasser aus dem Stollen versorgt und damit ebenfalls von der Chlorung betroffen sind die Stadtteile Bierstadt, Kloppenheim, Igstadt, Heßloch, Nordenstadt (Hochzone) und Erbenheim (Hochfeld). Auch die nördliche Emil-Krag-Straße, der Hainerberg, der westliche Moltkering, Aukamm, die Bingertstraße, die Liebenaustraße sowie die Siedlungen Heidestock und An den Fichten gehören dazu. Die Wasserversorgung bleibt überall sichergestellt.