Keine Maskenpflicht im Klassenraum

Kultusministerium gibt Leitfaden an die Hand

Keine Maskenpflicht im Klassenraum

Die Schulen in Hessen haben jetzt einen Hygiene-Plan, der sie nach der wochenlangen Pause aufgrund des Coronavirus beim schrittweisen Schulbeginn ab Montag unterstützen soll. Das Kultusministerium hat den Leitfaden über die staatlichen Schulämter an alle Schulen in Hessen versendet. Darin steht auch, dass im Klassenraum keine Maskenpflicht herrschen wird.

„Wir wollen unseren Schulleitungen damit wichtige Leitlinien und Hinweise geben, wie der Schulbetrieb beziehungsweise der Schulalltag ab der kommenden Woche unter den aktuell sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen funktionieren kann“, erklärte Kultusminister Alexander Lorz. „Außerdem möchten wir damit intensiv anregen, wie man mit gutem Beispiel vorangehen und die Schülerinnen und Schüler für die Einhaltung der Hygienehinweise gewinnen kann.“

Kleinere Klassen, keine Masken

Wichtigste Regel in den Schulen und in anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sei es, den Abstand von mindestens 1,50 meter einzuhalten. Die Tische in den Klassenräumen werden entsprechend weit auseinandergestellt. Abhängig von der Größe des Raumes werden zukünftig maximal 15 Schüler gleichzeitig in einem Klassenraum sein. Sitzordnungen sollten so gestaltet sein, dass kein Face-to-Face-Kontakt besteht. Partner- und Gruppenarbeit wird es deshalb nicht geben. Außerdem sollen die Schüler die Klassenräume so wenig wie möglich wechseln. Wenn diese Regeln eingehalten werden, sei es nicht nötig, eine Maske zu tragen. Erlaubt sei das Tragen aber.

Andere Aufsichtszeiten und Abstandsmarkierungen

Zwischen den einzelnen Unterrichtsstunden soll es außerdem versetzte Pausenzeiten geben, damit nicht zu viele Schüler gleichzeitig in die Sanitäranlagen gehen. Dahingehend sollen auch die Aufsichtszeiten verändert werden. Schulleitungen sollen auch darauf achten, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig über die Gänge zu den Klassenzimmern und in die Schulhöfe gelangen. Dazu können Abstandsmarkierungen eingeführt werden. Ein Pausen-/Kioskverkauf kann in den Schulen nicht angeboten werden. Auch an Bushaltestellen soll durch Aufsichten dafür gesorgt werden, dass Abstands- und Hygieneregeln auch dort eingehalten werden.

Ältere Lehrkräfte müssen nicht unterrichten

Das Kultusministerium will außerdem ältere Lehrkräfte, die zur Risikogruppe gehören, schützen. Lehrkräften, die 60 Jahre und älter sind, sollen nur auf freiwilliger Basis unterrichten. Wer sich mit dem Virus infiziert hat und dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt sind, wird vom Schulbetrieb weiter nach ärztlicher Bescheinigung befreit. Gleiches gilt für Schülerinnen und Schüler, die mit Angehörigen einer Risikogruppe in einem Hausstand leben.

Den detaillierten Hygiene-Plan des Kultusministeriums findet Ihr hier. Auch Hinweise zum Umgang mit Alltagsmasken gibt es auf der Seite des Ministeriums. (js)

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