HSK führt Maskenscanner auf Klinikgelände ein

Wer die HSK-Kliniken in Dotzheim betritt, muss ab sofort an einem Maskenscanner vorbei. Das Gerät checkt, ob der Vorbeilaufende seinen Mund und seine Nase bedeckt hat.

HSK führt Maskenscanner auf Klinikgelände ein

Mit einem ungewöhnlichen Gerät erweitern die Helios Dr. Horst Schmidt-Kliniken (HSK) in Dotzheim ihr Sicherheitskonzept während der Corona-Pandemie: Maskenscanner an den Eingängen sollen jetzt überprüfen, ob Patienten und Personal ihren Mund-Nase-Schutz im Krankenhaus richtig tragen.

Dabei handelt es sich auf den ersten Blick um ein Tablet, das auf einen massiven Metallfuß montiert wurde. Zu finden sind die Geräte bisher beim Haupteingang der HSK und in der zentralen Notaufnahme. Das Gerät erkennt, ob eine vorbeilaufende Person Mund und Nase vollständig bedeckt hat — wenn nicht, gibt es ein Warnsignal von sich. Die Bilder, die als Grundlage für die Gesichtserkennung von der installierten Software erstellt werden, so versichert die Klinikleitung, werden nicht gespeichert.

Erinnerungsmaßnahme

„Der Mund-Nasen-Schutz ist neben der gründlichen Handhygiene, die wichtigste Präventionsmaßnahme.“ - Ralf Kiesslich, HSK

Ziel der Aktion, so erklärt die Klinik, sei es, an die korrekte Trageweise einer Maske zu erinnern. „In Ergänzung zu unserem Sicherheitskonzept wollen wir die Risiken durch äußere Faktoren noch mal verringern, indem wir bei allen Personen, die unsere Kliniken betreten, das Bewusstsein für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes stärken“, so der ärztliche Direktor der HSK, Prof. Dr. Ralf Kiesslich. „Der Mund-Nasen-Schutz ist neben der gründlichen Handhygiene, die wichtigste Präventionsmaßnahme, um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Und gerade in Kliniken, in denen Patienten mit diversen Erkrankungen behandelt werden, ist ein höchstmöglicher Schutz vor der Übertragung des Virus ganz besonders wichtig“, ergänzt er.

Eine Maskenpflicht in der Klinik gilt dabei schon seit Anfang Mai. Zudem sind Besucher seit einigen Monaten in dem Wiesbadener Krankenhaus nur noch in Ausnahmefällen gestattet (wir berichteten). Die Regelung soll noch mindestens bis Ende November gelten. Auch damit will die Klinik verhindern, dass das Virus „in die Klinik hereingetragen“ werden könne. Zudem werde jeder Patient, der stationär aufgenommen wird, auf das Virus getestet.

Koordinierendes Corona-Krankenhaus

Dabei ist der Corona-Schutz in den HSK besonders wichtig, denn die Klinik gilt als koordinierendes Corona-Krankenhaus für das gesamte Versorgungsgebiet Wiesbaden-Limburg (wir berichteten). Aktuell sind in den HSK 53 Patienten mit einer Corona-Infektion in Behandlung, 13 von ihnen liegen auf der Intensivstation (Stand: Sonntag, 8. November). Auf die weiteren Wiesbadener Krankenhäuser verteilen sich laut DIVI-Intensivregister zusätzliche drei Intensivpatienten mit einer Covid-19-Infektion. (nl)

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