Hitze im Büro: Wie heiß darf es werden?

Bei heißem Wetter kann es im Büro unerträglich werden. Doch dürfen Angestellte bei Hitze einfach frei machen oder müssen sie am Schreibtisch bleiben?

Hitze im Büro: Wie heiß darf es werden?

Mit Temperaturen über 30 Grad hält die Hitzewelle über Wiesbaden weiter an. Doch statt mit einem Eis am Rhein zu liegen oder sich im Freibad abzukühlen, müssen die meisten Angestellten weiterhin zur Arbeit gehen. Vor allem im Büro kann die heiße Luft zu sinkender Konzentration und Kopfschmerzen führen. Ob es wie in Schulen ab einer bestimmten Temperatur Hitzefrei im Büro gibt, fragt Merkurist-Leser Andreas in seinem Snip.

„Grundsätzlich liegt die optimale Temperatur zum Arbeiten im Büro zwischen zwölf und zwanzig Grad”, erklärt Dennis Dacke, Pressesprecher des ver.di-Landesbezirks Rheinland-Pfalz-Saarland. Je schwerer die Arbeit sei, desto niedriger müsse die durchschnittliche Raumtemperatur sein. Bei Büroarbeit sei demnach eine Durchschnittstemperatur von 20 Grad angemessen.

Selbst bei 35 Grad kann weitergearbeitet werden

Aber was passiert, wenn das Thermometer die 20 Grad-Marke im Büro übersteigt? Laut Dacke sollte der Arbeitgeber ab 26 Grad dafür sorgen, die Mitarbeiter zu entlasten. „Der Arbeitgeber kann Wasser zur Verfügung stellen oder die Kleidungsvorschriften lockern”, so der Sprecher. Zusätzlich könne er auch Schichten in die kühleren Morgenstunden verlegen oder Pausen und Bereitschaftszeiten erhöhen. Auch Sonnenschutz wie Jalousien sollte der Arbeitgeber prüfen und morgens lüften.

Doch selbst wenn die Temperatur im Raum die 35 Grad-Marke überschreitet, ist es laut Dacke nicht verboten, Mitarbeiter weiterhin zu beschäftigen. Allerdings müsse der Arbeitgeber dann spezielle Maßnahmen ergreifen und Luftduschen oder Hitzeschutzkleidung anbieten. „Generell gibt es Hitzefrei im Büro aber nicht.”

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