Wie es zu dem Stromausfall am Rosenmontag kommen konnte

Einige Merkurist-Leser rätseln, wie es zu dem Brand kommen konnte, der am Rosenmontag für einen zwölfminütigen Stromausfall in der Innenstadt sorgte. Die Energieversorger lösen das Rätsel jetzt auf.

Wie es zu dem Stromausfall am Rosenmontag kommen konnte

Als am Rosenmontag gegen 14 Uhr Uhr der Strom in der Innenstadt für zwölf Minuten ausfiel, waren viele Wiesbadener verunsichert. Gleich mehrere besorgte Anrufe gingen beim Notruf der Feuerwehr ein, um den Ausfall zu melden.

Zwar kümmert sich eigentlich ESWE Versorgung darum, den Strom in Wiesbaden am Laufen zu halten, die Feuerwehr musste aber trotzdem ausrücken. Denn wie ein Sprecher des Energieversorgers am Rosenmontag gegenüber Merkurist mitteilte, war ein Feuer in einem Umspannwerk ausgebrochen (wir berichteten), das für den Stromausfall verantwortlich war.

Die Feuerwehr konnte den Brand zwar schnell löschen — wie er ausgebrochen war, wusste der Sprecher am Rosenmontag aber noch nicht. Das Sturmtief „Bennet“, das am Rosenmontag über Wiesbaden wütete, sei jedenfalls nicht dafür verantwortlich gewesen. Viele Merkurist-Leser rätselten daraufhin, wie es sonst zu dem Feuer kommen konnte.

Rund 24 Stunden nach dem Stromausfall lösen ESWE Versorgung und der Stromnetzbetreiber „sw netz“ auf: „Die Rekonstruktion der Ereignisse ergab nun, dass ein Blitzeinschlag bei Laubenheim für die Unterbrechung verantwortlich war“, erklären sie in einer Mitteilung. Ein Überspannungsableiter im „Umspannwerk Ost“ habe daraufhin die hohe Spannung aufgenommen, um das Übertragungsnetz zu schützen. Die Energie des Blitzes war allerdings so hoch, dass ein Ableiter verschmorte, in Brand geriet und die Stromversorgung unterbrochen wurde. Der Energieversorger schaltete daraufhin alle betroffenen Netzteile um, sodass die Innenstadt zwölf Minuten später wieder mit Strom versorgt wurde.

„Wir sind froh, dass alle Vorsichtsmaßnahmen gegriffen haben und das Stromversorgungsnetz vor größeren Schäden geschützt wurde.“ - Peter Lautz, „sw netz“

„Wir sind froh, dass alle Vorsichtsmaßnahmen gegriffen haben und das Stromversorgungsnetz vor größeren Schäden geschützt wurde“, sagt „sw-netz“-Geschäftsführer Peter Lautz. „Die Kollegen in der Leitstelle und vor Ort sowie die Helfer der Feuerwehr haben tolle Arbeit geleistet. Ihnen ist zu verdanken, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Innenstadt wieder so schnell mit Energie versorgt werden konnten.“ Auch die entstandenen Schäden am Umspannwerk wurden noch am gleichen Abend repariert. (lp)

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