Sonja und Reinhard Ernst sollen Ehrenbürger von Wiesbaden werden. Das hat der Magistrat der Stadt am Dienstag empfohlen. Die Stadtverordnetenversammlung muss dem Vorschlag noch zustimmen.
Das Ehepaar Ernst habe die Auszeichnung für die „herausragende, selbstlose Arbeit seiner Reinhard & Sonja Ernst-Stiftung“ verdient, sagte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) laut Mitteilung. Mit dem im Juni 2024 eröffneten Museum Ernst habe die internationale Kunstszene ein Museum von internationalem Rang erhalten. Das sei ein „echter Glücksfall“ und eine „Bereicherung“ für Wiesbaden.
2004 hatten Sonja und Reinhard Ernst die nach ihnen benannte Stiftung gegründet. Seitdem verfolgen sie viele gemeinnützige Projekte, insbesondere für Kinder und Jugendliche. So entstand nach der Tsunami-Katastrophe 2011 das „Haus der Begegnung“ in Japan. Ein weiteres Projekt war das 2016 an die Stadt Eppstein übergebene Musikschulhaus.
Kostenlos für Kinder und Jugendliche
In den 70er- und 80er-Jahren hatte Reinhard Ernst auf Geschäftsreisen seine Liebe für abstrakte Kunst entdeckt. Rund 800 Gemälde und Skulpturen umfasst seine Sammlung heute. Sie bildet die Basis des Museums Reinhard Ernst für abstrakte Kunst, das von der Stiftung gebaut wurde und betrieben wird.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben kostenlosen Eintritt, an Vormittagen ist das Museum exklusiv für sie reserviert. Damit leiste das Museum einen „beachtlichen Beitrag zur sozialen und kulturellen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen“, so Mende. Das Ehepaar Ernst seien „Visionäre mit Bodenhaftung, die mit dem Bau des ‚mre' in Wiesbaden ihr Lebenswerk gekrönt haben.“