Wie sicher sind die Wiesbadener Radwege?

Das wollen Forscher jetzt herausfinden

Wie sicher sind die Wiesbadener Radwege?

Ein Forschungsprojekt an der Hochschule RheinMain beschäftigt sich mit dem Thema „sicheres Überholen auf dem Fahrrad im Straßenverkehr“. Wie die Hochschule mitteilt, wird das Vorhaben finanziell kräftig unterstützt: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur investiert 259.000 Euro in das Projekt, das Land Hessen steuert weitere 25.000 Euro bei.

Schwerpunkt: Überholen

Mit den insgesamt 284.000 Euro wollen die Forscher in den kommenden drei Jahren feststellen, wie gefährlich es für einen Radfahrer ist, wenn er von einem Auto im Straßenverkehr überholt wird, die Studie trägt deshalb den Titel „Sicher überholt!“. Dabei untersuchen die Forscher, welche Bauformen von Fahrrädern besonders gefährdet sind, und wie es sich auf den Gesamtverkehr auswirkt, wenn Radfahrer aus Platznot auf den Bürgersteig ausweichen müssen.

Um das herauszufinden wollen die Wissenschaftler, die vor allem aus den Fachbereichen Architektur, Bauingenieurwesen und Angewandte Informatik am Fachbereich Design Informatik Medien stammen, rund 300 freiwillige Probanden auf ihren alltäglichen Radstrecken in Wiesbaden und anderen Teilen Hessens begleiten, um Gefahrensituationen zu erkennen und auszuwerten. Die Ergebnisse sollen dann zusammen mit Vorschlägen für eine sicherere Radinfrastruktur an städtische Behörden weitergegeben werden.

Aktuell entwickeln die Forscher ein Messgerät, das die Probanden bei ihren Radtouren mit sich tragen müssen. Laut Volker Blees von der Hochschule RheinMain, der an der Studie beteiligt ist, dauere die Entwicklung noch einige Monate. „Erst wenn wir damit fertig sind, machen wir uns über einen öffentlichen Aufruf auf die Probandensuche“, sagt Blees. „Wer unbedingt dabei sein möchte, kann sich aber auch jetzt schon bei uns melden – wir führen Wartelisten“, fügt er hinzu. Kontakt aufnehmen können Interessierte zum Beispiel über Blees' E-Mail-Adresse volker.blees@hs-rm.de.

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