Wiesbadens Bäche trocknen aus - Wasserentnahme verboten

Viele Pegel haben kritisches Tief erreicht

Wiesbadens Bäche trocknen aus - Wasserentnahme verboten

Die Bäche in Wiesbaden führen seit einigen Tagen zu wenig Wasser und drohen auszutrocknen. Das meldet das Regierungspräsidium aus Darmstadt.

Damit der Wasserstand nicht noch weiter sinkt, ist es in Wiesbaden verboten, Wasser aus Bächen und Flüssen für den privaten Gebrauch, wie zum Beispiel für die Gartenpflege, zu entnehmen. Das gilt auch für den gesamten Rheingau-Taunus-Kreis, den Main-Taunus-Kreis und viele Gemeinden im Hochtaunus.

Zu wenig Regen

Die Hessische Landesanstalt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (HLNUG) erklärt, dass der Grund für die Wasserknappheit mit der Hitzewelle zusammenhängt. Zudem sei seit Februar in der gesamten Region weniger Regen gefallen, als es normalerweise in diesen Monaten üblich ist. Insgesamt habe es von Frühjahr bis jetzt ein Drittel weniger Niederschlag gegeben als erwartet, im Juni sogar weniger als die Hälfte.

Messungen zu Beginn der Woche haben laut Landesanstalt gezeigt, dass der Wasserpegel an 30 von 120 Messstellen in der Region auf ein kritisches Tief gesunken ist. Zwar seien für einige Orte in Hessen für die kommenden Tage Regenschauer gemeldet, doch bis das Wasser wieder im kompletten Gebiet richtig fließt, seien mehr Niederschläge nötig.

Wenn alle Gewässer wieder ihre normalen Wasserstände erreicht haben, wird das Entnahmeverbot durch das Regierungspräsidium wieder aufgehoben. Bis dahin informiert das Hochwasserportal Hessen über die aktuellen Entwicklungen.

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