Eine Hitzewelle im Juni mit bis zu 40 Grad hat den Busbetrieb in Wiesbaden vor große Herausforderungen gestellt. Da auch in den nächsten Tagen hohe Temperaturen erwartet werden, gibt ESWE Verkehr nun Hinweise zum Busfahren bei Hitze, wie das Unternehmen mitteilt.
Alle Linienbusse von ESWE Verkehr sind mit Klimaanlagen ausgestattet. Diese kühlen den Innenraum in der Regel um etwa fünf Grad gegenüber der Außentemperatur ab. Das bedeutet, dass es im Bus zwar angenehmer ist als draußen, es bei großer Hitze aber dennoch sehr warm bleibt.
Ein Vergleich mit einem Pkw sei nicht sinnvoll. Der Innenraum eines Autos ist deutlich kleiner und die Zahl der Passagiere begrenzt. In einem Bus hingegen sorgen viele Fahrgäste für zusätzliche Wärme. Durch das häufige Öffnen der Türen an den Haltestellen kann der Innenraum nur schwer abgekühlt werden.
Geschlossene Fenster helfen beim Kühlen
Fahrgäste können laut ESWE Verkehr selbst dazu beitragen, die Kühlleistung zu erhöhen. Dafür sollten die Fenster bei Hitze geschlossen bleiben. Geöffnete Fenster oder Dachklappen würden die Wirkung der Klimaanlage deutlich mindern. Die Dachklappen bedient ausschließlich das Buspersonal.
Besonders bei Außentemperaturen von über 35 Grad stoßen die Klimaanlagen an ihre technischen Grenzen und laufen auf Hochtouren. Vereinzelte Ausfälle seien dann unvermeidbar. Defekte Anlagen werden dem Pannendienst gemeldet und in der eigenen Werkstatt so schnell wie möglich repariert. Das Fahrpersonal schalte die Anlagen nur bei Defekten ab.
Zusätzliches Wasser für Busfahrer
Um die Konzentration und Leistungsfähigkeit der Busfahrerinnen und -fahrer zu gewährleisten, werden deren Arbeitsplätze etwas stärker gekühlt. An besonders heißen Tagen versorgt ESWE Verkehr sein Fahrpersonal außerdem mit zusätzlichem Wasser an ausgewählten Haltestellen. Diese Maßnahmen sollen zur Sicherheit aller Mitfahrenden beitragen.
Das Verkehrsunternehmen rät Fahrgästen zudem, bei Hitze ausreichend zu trinken. Bei einem medizinischen Notfall im Fahrzeug solle direkt das Buspersonal angesprochen werden, das dann die Rettungskräfte verständigt.