Seit Februar 2026 betreibt Payam Mahourvand in Frankfurt die Lasagneria „Charlie Costini“. Dieses besondere Konzept, bei dem verschiedene Lasagne-Variationen im Mittelpunkt stehen, bringt er diesen Herbst in die Wiesbadener Innenstadt.
Der Schritt in die Langgasse 42 entstand zunächst durch persönliche Kontakte. „Ich habe einen sehr guten Draht zu Wiesbaden“, erzählt der Inhaber. Freunde aus der Stadt hätten ihn immer wieder versucht davon zu überzeugen, eine Filiale in Wiesbaden zu eröffnen. Als er sich näher mit der Innenstadt beschäftigte, erkannte er das Potenzial. Die Lage sei stark belaufen: „Wir werden die ersten und die letzten Gäste immer abfangen können“, so der Inhaber.
Umbau und Eröffnungstermin
Noch wird in der zukünftigen Filiale umgebaut. Hier befand sich zuvor das beliebte italienische Restaurant „Butta La Pasta Rosa“, das nun in die Webergasse umgezogen ist. Eine neue Theke und ein neuer Boden sollen für „Charlie Costini“ eingebaut und anschließend die Geräte installiert werden. Die Eröffnung ist für September oder Oktober geplant, ein genauer Termin steht aufgrund von Lieferschwierigkeiten noch nicht fest. Die Öffnungszeiten werden täglich von 11 bis 22 Uhr sein. Außerdem ist ein Außenbereich mit rund 30 Sitzplätzen vorgesehen.
Eine große Eröffnungsparty ist geplant, der genaue Termin wird über die sozialen Medien bekannt gegeben werden.
Verschiedene Lasagne-Varianten
Die Speisekarte der Lasagneria ist bewusst klein gehalten - im Mittelpunkt stehen die Lasagne-Spezialitäten. Sechs verschiedene Lasagne-Varianten stehen auf der Karte: klassische Bolognese, Spinat-Feta, Chili-Chicken, Aubergine, Lachs-Spinat und eine wechselnde saisonale Lasagne. „Du kannst halt sehr viel spielen mit der Lasagne“, erklärt der Betreiber. Je nach Saison kommen beispielsweise Spargel, Pfifferlinge oder künftig Garnelen zum Einsatz. Erfolgreiche Varianten könnten später in die feste Karte aufgenommen werden. Im Winter wird es außerdem eine Lasagne mit geschmortem Fleisch in einem Art Sud geben.
Zu den Bestsellern zählen derzeit die klassische Bolognese-Lasagne und die Auberginen-Lasagne. Sein persönlicher Favorit ist allerdings die Chili-Chicken-Variante, die gleichzeitig „etwas süßlich, scharf und würzig ist“, so der Inhaber. Auch Kartoffelgerichte sollen das Angebot künftig ergänzen, ebenso wie eine vegane Variante. Zum Nachtisch gibt es das hausgemachtes Pistazien-Tiramisu.
Preis und Wartezeiten
Die Lasagneria setzt auf ein standardisiertes Produktionssystem wie bei einem Franchise. In der Zentrale am Frankfurter Palmengarten werden die Produkte vorbereitet und anschließend an die Filialen geliefert. Dort werden sie nach dem Baukasten-System zusammengesetzt und fertig gebacken. Das soll die Abläufe effizient machen und die Wartezeit auf rund zehn bis zwölf Minuten reduzieren.
Der Teig kommt wöchentlich frisch aus einer Fabrik in Italien, die übrigen Lebensmittel werden aus Deutschland bezogen. Das Fleisch ist außerdem halal und koscher.
Eine Lasagne kostet in Frankfurt je nach Variante zwischen neun und elf Euro. In Wiesbaden werden die Gerichte aufgrund der Lieferwege voraussichtlich rund zwei Euro teurer sein. „Insgesamt ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis“, findet der Gastronom. Die Portionen seien zudem großzügig: „Es ist noch nie jemand hier hungrig rausgegangen, nachdem er eine ganze Lasagne gegessen hat.“
Auch die Kaffeepreise sollen bewusst niedrig bleiben. Espresso kostet 1,50 Euro, Kaffee 2,00 Euro und Cappuccino 2,50 Euro. „Ich finde die durchschnittlichen Kaffeepreise in Frankfurt verrückt“, sagt der Betreiber. Kaffee sei für ihn lediglich ein „Nebenprodukt“. Mit den niedrigen Preisen wolle er „einfach was zurückgeben“.
Die Idee
Die Idee für die Lasagneria entstand bereits vor mehreren Jahren. Damals betrieb der heute 41-jährige Gastronom Payam Mahourvand das „Jesse James“ und veranstaltete unter anderem Caterings für große Firmenfeiern. Neben Rinderfilet und Scampi wurde dabei auch eine Auberginen-Lasagne angeboten – ursprünglich als sättigende Beilage.
Doch ausgerechnet die Lasagne entwickelte sich zum Publikumsliebling. „Am Ende des Abends haben alle immer nur über die Auberginen-Lasagne gesprochen“, erinnert sich der Gastronom. Nach neun Jahren „Jesse James“ entstand schließlich die Idee, die Lasagne selbst zum Mittelpunkt eines gastronomischen Konzepts zu machen. „In der Form, wie wir das machen, gibt es das noch nicht“, sagt er.
Weitere Standorte geplant
Frankfurt und Wiesbaden sollen nicht die einzigen Standorte bleiben. In den kommenden fünf Jahren sind weitere Filialen in Mainz, Darmstadt und Offenbach geplant. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 30 Mitarbeiter - die Tendenz ist steigend.
Der Gastronom selbst arbeitet bereits seit seinem 14. Lebensjahr in der Branche und ist seit 2012 selbstständig. „Ich bin seit ich denken kann in der Gastronomie“, sagt er. Neben dem „Jesse James“ war er unter anderem an der Burgerreihe „Black Angus“ beteiligt und betreibt seit 2023 das Restaurant und Event-Location „Charlie Costini“ am Frankfurter Palmengarten.
Für Payam Mahourvand ist die Lasagneria damit mehr als nur ein weiteres Restaurantkonzept. Die Idee, die einst mit einer Auberginen-Lasagne bei einem Catering begann, soll nun auch in Wiesbaden Gäste überzeugen. „Ich möchte, dass der Gast nur einmal zum Probieren kommt. Ihn dann zu gewinnen, ist unsere Aufgabe“, sagt er. Mit dem neuen Standort in der Langgasse 42 soll dafür im Herbst der nächste Schritt gemacht werden.