Saures statt Süßes: Halloween-Streiche können böse Folgen haben

Polizei bittet um Rücksicht

Saures statt Süßes: Halloween-Streiche können böse Folgen haben

Wenn es am Donnerstag dunkel wird, werden auch in Wiesbaden wieder zahlreiche verkleidete Kinder und Jugendliche unterwegs sein, um mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ um Süßigkeiten zu bitten. Wer keine Süßigkeiten "spendet", dem droht ein gruseliger Streich. Zwar hat sich der eigentlich amerikanische Halloween-Brauch in Deutschland zum Teil schon etabliert, doch nicht jeder ist damit vertraut.

Daher bittet die Polizei Wiesbaden, es bei möglichen Streichen nicht zu übertreiben. „Die Grenzen zwischen einem ‘Halloween-Spaß’ und bitterem Ernst sind fließend und werden oftmals unterschiedlich beurteilt“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Zwar wolle die Polizei in der Halloween-Nacht kein Spielverderber sein, sei jedoch auch dazu da, andere Menschen vor möglichen Schäden zu bewahren.

„Wer zu Halloween mit Zahnpasta das Auto der Nachbarn beschmiert und dabei beschädigt, der muss mit einer Strafe rechnen, auch wenn es nur als Scherz geplant war“, sagt Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Und bei einer 'Gemeinschädlichen Sachbeschädigung' muss sogar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe gerechnet werden“, erklärt Schmidt. Darunter fallen zum Beispiel Vandalismus an Parkbänken oder das Demolieren von Haltestellenhäuschen.

Daher bitter die Polizei Eltern darum, ihre Kindern zu sensibilisieren. „Schauen Sie beim Verlassen des Hauses auch einmal in den mitgeführten Rucksack und reden Sie mit Ihren Kindern darüber, dass Gruppenzwang keine Entschuldigung für Straftaten ist“, so die Polizei. Zudem sollen die Kinder es akzeptieren, wenn nicht jeder Mitbürger die Halloween-Bräuche kennt oder sie sogar ablehnt. (ab)

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