Nach Fahrstuhlgate: Bouffier und Klose drohen Konsequenzen

Acht Personen in engem Lift im Krankenhaus

Nach Fahrstuhlgate: Bouffier und Klose drohen Konsequenzen

Nachdem sich der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Hessens Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne) Mitte April dicht an dicht mit mehreren Menschen in einen Fahrstuhl gezwängt haben (wir berichteten), hat der Kreis Gießen jetzt Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen fünf Personen eingeleitet. Wie die „hessenschau“ berichtet, bestätigte die Staatskanzlei, dass auch den hessischen Politikern Bouffier und Klose jetzt Konsequenzen drohen könnten.

Sie waren in der Gießener Uniklinik zu Besuch, um sich ein Bild von der dortigen Lage währen der Corona-Krise zu verschaffen. Die Foto- und Videoaufnahmen aus dem Fahrstuhl zeigten einen eindeutigen Verstoß gegen die geltenden Corona-Maßnahmen - vor allem gegen das Abstandsgebot von 1,5 Metern. Denn: In dem engen Fahrstuhl befanden sich insgesamt acht Personen, darunter auch Kanzleramtschef Helge Braun (CDU).

Wer von den Beteiligten jetzt noch mit einem Verfahren rechnen muss, und welche Strafen Bouffier und Klose drohen könnten, ist derzeit nicht bekannt. Der Kreis Gießen prüft laut „hessenschau“ jetzt, ob und in welchem Umfang durch die Fahrstuhlfahrt gegen die Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus verstoßen wurde. Im Internet sorgten die Bilder des Vorfalls für großes Entsetzen, die Situation wurde schließlich als „Fahrstuhlgate“ bekannt und von vielen Medien aufgegriffen. (mo)

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