Mysteriöser Geruch löst Großeinsatz mit Drehleiter in Wiesbaden aus

Ein undefinierbarer Geruch in einem Wiesbadener Wohnhaus sorgte für einen Großeinsatz. Sechs Bewohner klagten über Atemwegsreizungen und mussten von der Feuerwehr gerettet werden.

Mysteriöser Geruch löst Großeinsatz mit Drehleiter in Wiesbaden aus

Wegen eines undefinierbaren Geruchs ist die Feuerwehr am Montagnachmittag zu einem Großeinsatz in einem Wohnhaus in der Wiesbadener Hermannstraße im Westend ausgerückt. Das meldet die Landeshauptstadt Wiesbaden.

Die Einsatzkräfte seien um 14:30 Uhr alarmiert worden. Vor Ort hätten sie insgesamt sechs Personen angetroffen, die über Atemwegsreizungen klagten. Wegen der hohen Zahl an Betroffenen sei die Alarmstufe auf einen „Massenanfall von Verletzten“ erhöht worden, um genügend Rettungskräfte für die medizinische Versorgung zu mobilisieren.

Drei Bewohner wurden von der Feuerwehr mit Brandfluchthauben aus dem Gebäude geführt, drei weitere Personen retteten die Einsatzkräfte über eine Drehleiter. Gleichzeitig hätten Feuerwehrleute unter Atemschutz nach der Ursache des Geruchs gesucht und Messungen auf mögliche Gefahrstoffe durchgeführt. Sie hätten jedoch keine gesundheitsgefährdenden Stoffe nachweisen können. Um den Geruch zu beseitigen, sei der Treppenraum maschinell belüftet worden.

Alle sechs Betroffenen seien vom Rettungsdienst untersucht worden. Nach einer kurzen ambulanten Behandlung konnten sie wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, niemand musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Feuerwehr und Rettungsdienst seien mit 33 Einsatzkräften für eine Stunde im Einsatz gewesen. Währenddessen war der Bismarckring zwischen der Bleichstraße und der Wellritzstraße vollständig gesperrt.