Glück im Unglück: Geplatztes Rohr hilft bei Kellerbrand in Wiesbaden

Am Samstagnachmittag brannte der Keller eines Mehrfamilienhauses in Wiesbaden. Ein geplatztes Wasserrohr verhinderte Schlimmeres.

Glück im Unglück: Geplatztes Rohr hilft bei Kellerbrand in Wiesbaden

Bei einem ausgedehnten Kellerbrand in einem Wiesbadener Mehrfamilienhaus sind am Samstagnachmittag zwei Wohnungen unbewohnbar geworden. Das berichtet die Landeshauptstadt Wiesbaden.

Die Feuerwehr wurde um 16:04 Uhr zu dem Brand im Bereich der Herderstraße und der Emanuel-Geibel-Straße alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte ankamen, schlugen bereits etwa einen Meter hohe Flammen und dichter Rauch aus mehreren Kellerfenstern.

Der Brandherd lag im Keller, wo gelagertes Material in einem der Abteile brannte. Die Löscharbeiten gestalteten sich für die Einsatzkräfte schwierig. Der Keller war stark verraucht und unübersichtlich. Zudem waren die einzelnen Abteile nur durch Bretter voneinander getrennt, sodass sich Rauch und Hitze ungehindert ausbreiten konnten. Sechs Trupps unter Atemschutz gingen zur Brandbekämpfung vor. Fünf Bewohner konnten währenddessen in ihren Wohnungen bleiben, da der Treppenraum rauchfrei war.

Geplatztes Wasserrohr verhindert Schlimmeres

Glück im Unglück hatten die Bewohner und Einsatzkräfte, als während des Brandes eine Wasserleitung im Keller platzte. Das austretende Wasser half dabei, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu begrenzen und unterstützte die Löscharbeiten. Allerdings musste die Wasserversorgung für das gesamte Gebäude abgestellt werden.

Nachdem das Feuer gelöscht war, belüftete die Feuerwehr das Haus. Die Bewohner der oberen Stockwerke konnten in ihre Wohnungen zurückkehren, müssen aber vorerst ohne Wasser auskommen. Zwei Wohnungen im Erdgeschoss sind durch Rauch und Ruß so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass sie vorerst unbewohnbar sind.

Spezialfahrzeug sorgt für Hygiene am Einsatzort

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar, die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Einsatz dauerte bis circa 19:30 Uhr. Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr Wiesbaden, die Freiwilligen Feuerwehren Dotzheim und Stadtmitte sowie die Polizei und der Energieversorger.

Eine Besonderheit bei diesem Einsatz war der neue „Gerätewagen Hygiene“ der Feuerwehr Wiesbaden. Mit diesem Spezialfahrzeug konnte die verschmutzte Einsatzkleidung direkt vor Ort ausgetauscht werden. So wird verhindert, dass giftige Rauchpartikel in die Fahrzeuge der Feuerwehrleute gelangen.