Wo man in Wiesbaden Esskastanien sammeln kann

Der Herbst ist für Kastaniensammler Hochsaison. In Wiesbaden wachsen Maronen an vielen Bäumen. Doch wer sich daran bedient, muss einiges beachten.

Wo man in Wiesbaden Esskastanien sammeln kann

Sie wärmen nicht nur den Bauch, sondern schon beim Schälen die Finger: Esskastanien gehören zur Herbst-Wintersaison einfach dazu. Wer nicht bis zum Sternschnuppenmarkt warten will, wo die Maronen traditionell geröstet angeboten werden, kann sich jetzt auf die Suche nach den Früchten machen. Denn in Wiesbaden gibt es einige Stellen, wo man den stacheligen Snack selbst sammeln kann.

Gute Plätze zum Sammeln

Die meisten Kastanienbäume stehen etwas außerhalb vom Stadtzentrum. Wer zu dieser Jahreszeit in Frauenstein spazieren geht, findet die Kastanien zum Teil auf den Gehwegen liegen, etwa auf der Waldstrecke nach Martinsthal und Walluf. Aber auch im Biebricher Schlosspark können Sammler fündig werden. Dort gibt es ebenfalls viele Bäume, die ihre Früchte derzeit auf die Wiesen werfen.

In der Innenstadt stehen die Bäume zwar in geringerer Zahl, aber dafür in zentraler Lage. So etwa in der kleinen Allee, die vom Hauptbahnhof aus zum Schlachthof führt. Einen weiteren Tipp hat Merkurist-Leserin Lydia:

Verwechslungsgefahr

Neben der Esskastanie gibt es in Wiesbaden auch eine Vielzahl von Rosskastanienbäumen. Vom ähnlichen Namens sollten sich Sammler nicht täuschen lassen. „Anders als ihre edle Schwester, die Esskastanie, ist die Rosskastanie nicht essbar. Sie schmeckt nicht nur unangenehm bitter, sondern führt auch zu Magenschmerzen“, erklärt die Zeitschrift EatSmarter. Anders als viele denken, sind sich die beiden Früchte nur oberflächlich ähnlich. Wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) erklärt, gehören sie tatsächlich zwei verschiedenen Pflanzenarten an.

Die Zeitschrift EatSmarter erklärt auf ihrer Webseite, an welchen drei Merkmalen man die essbaren Maronen von den Rosskastanien unterscheiden kann: Neben der unterschiedlichen Größe und Form der Blätter, verraten auch Fruchtkapsel und die Früchte selbst, um welche Pflanzenart es sich handelt. Esskastanien besitzen eine äußere Hülle mit vielen Stacheln, die erst grünlich und später bräunlich ist. Im Inneren befinden sich meist mehrere Kastanienfrüchte, die im Gegensatz zu Rosskastanien an den Seiten abgeflacht sind und spitz zulaufen.

Nicht mehr als notwendig

Doch wer sich mit einem Korb in den Wald oder den Park auf die Suche begibt, der sollte — nicht nur bei Kastanien — genau darauf achten, wo und wie viel er sich von den Früchten nimmt. Laut Bundesnaturschutzgesetz darf zwar jeder an öffentlichen und frei zugänglichen Plätzen sammeln. Sobald ein Zaun zwischen Wegesrand und Baum steht, ist der Zutritt aber verboten. Wichtig ist auch, dass niemand zu gewerblichen Zwecken sammeln darf. Ein Weiterverkauf ist also untersagt und auch bei der Menge sollte man es nicht übertreiben. Wer mehr als für den Eigenbedarf mitnimmt oder sogar Schäden in der Natur hinterlässt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen. (ts)

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