Hitzewelle: Vier Menschen in Wiesbaden wiederbelebt

Die Hitzewelle in Wiesbaden hielt Rettungsdienst und Feuerwehr am Sonntag auf Trab. Es gab rund 150 Einsätze, vier Reanimationen und eine Rettungsaktion auf der Rettbergsaue.

Hitzewelle: Vier Menschen in Wiesbaden wiederbelebt

Die anhaltende Hitzeperiode hat am Sonntag (28.Juni) zu einem stark erhöhten Einsatzaufkommen für die Rettungskräfte in Wiesbaden geführt. Das meldet die Landeshauptstadt Wiesbaden. Der Sonntag war bereits der elfte Tag der Hitzewelle.

Reanimationen und Brände

Allein in den ersten zwölf Stunden seit 7 Uhr morgens musste der Rettungsdienst zu rund 150 Einsätzen ausrücken. Den Einsatzkräften sei dabei körperlich alles abverlangt worden, teilt die Stadt mit. Um die hohe Zahl an Notfällen bewältigen zu können, war eine enge Zusammenarbeit mit benachbarten Städten und Landkreisen nötig. Die Wiesbadener Rettungskräfte unterstützten auch die Nachbargebiete bei deren Einsätzen. Insgesamt gab es vierzehn gemeinsame Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst, darunter vier Reanimationen.

Zusätzlich zu den medizinischen Notfällen arbeitete die Feuerwehr sieben weitere Einsätze ab. Dazu zählten mehrere Brände. Ein Holzbrett hatte auf einem eingeschalteten Herd Feuer gefangen, nachdem die Bewohner die Wohnung verlassen hatten. Ein Rauchmelder schlug jedoch rechtzeitig Alarm, sodass Nachbarn die Feuerwehr rufen konnten. Der Brand wurde schnell gelöscht und größerer Schaden verhindert.

Spezialeinsatz auf Rheininsel

Auf der Rettbergsaue stürzte eine Person und verletzte sich am Sprunggelenk. Da die Stelle schwer erreichbar war, wurde die verletzte Person gemeinsam mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit einem Mehrzweckboot ans Festland gebracht. Von dort transportierte sie ein Rettungswagen in eine Klinik. Auch die Feuerwehr leistete technische Hilfeleistung auf der Rettbergsaue.

Angesichts der anhaltenden Hitze appelliert die Feuerwehr an die Bevölkerung, ausreichend zu trinken und körperliche Anstrengungen in die kühleren Tagesstunden zu verlegen. Außerdem solle man besonders auf ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen achten.