Überfüllte Busse trotz Corona

Seit die Sommerferien vorbei sind, ist in Wiesbadens Bussen wieder mehr los. Kritisch wird es aber, wenn die Busse regelmäßig so voll sind, dass der Mindestabstand nicht mehr einzuhalten ist.

Überfüllte Busse trotz Corona

Abstand halten ist — neben den anderen Hygienemaßnahmen — derzeit das Gebot der Stunde. Normalerweise gilt das natürlich auch in Bus und Bahn. Doch vor allem seit die Schule wieder begonnen hat, ist das in einigen Wiesbadener Bussen nicht mehr möglich. Zu dicht gedrängt stehen Pendler, Schulkinder und andere Fahrgäste im Bus beisammen.

Das Problem ist auch dem Wiesbadener Mobilitätsdienstleister ESWE Verkehr bekannt. Wie Sprecher Christian Giesen auf Merkurist-Anfragt erklärt, habe man seit Schulbeginn eine höhere Auslastung der Busse im Vergleich zur Ferienzeit beobachten können. Das gelte vor allem im morgendlichen Verkehr. „Dann mischen sich viele Schüler mit Pendlern und Berufstätigen, die auch auf dem Weg zu ihrer Arbeit den Bus nehmen und für eine hohe Auslastung sorgen.“

Nicht alle Linien betroffen

Davon sind aber logischerweise nicht alle Linien betroffen. „Wir sehen bei den klassischen Innenstadtlinien wie 1, 4, 6 nach Mainz und 8 sowie auf der Linie 27 zum Berufsschulzentrum eine hohe Fahrgastnachfrage. Auch die hohe Auslastung der Linie 33, die Merkurist-Leser Jimmi schon selbst zu spüren bekam, kann Giesen bestätigen.

Daher hat sich das Verkehrsunternehmen auch schon um Besserungen bemüht, wie Giesen erklärt. „Dazu gehört die verstärkte Nutzung sogenannter Einsatzwagen, die zu Spitzenzeiten grundsätzlich eingesetzt werden.“ Außerdem werden derzeit vorrangig Gelenkbusse eingesetzt. „Mit ihren 18 Metern Länge bieten sie mehr Platz und Kapazitäten als der Solobus“, erklärt der Unternehmenssprecher.

Derzeit seien sämtliche der größeren Fahrzeuge fast permanent im Einsatz, „in jedem Fall zu allen Verkehrsspitzenzeiten.“ Aber auch die Wiesbadener selbst können etwas gegen überfüllte Busse tun: „Alle, die ihren Tag etwas flexibler gestalten können sollten nicht in den stärksten Nachfragezeiten fahren, wenn sie es vermeiden können“, sagt Giesen.

„Unser Dank ist Ihnen gewiss.“ - Christian Giesen, Sprecher ESWE-Verkehr

Die Spitzenzeiten liegen derzeit zwischen 7 Uhr und 8:30 Uhr sowie von 12 Uhr bis 14 Uhr. Außerdem registriert ESWE Verkehr zwischen 16:30 Uhr und 18 Uhr ein hohes Fahrgastaufkommen. „Wer es sich einrichten kann außerhalb dieser Zeiten zu fahren ist gut beraten, das auch zu machen. Der Dank von anderen Fahrgästen und uns als Unternehmen ist Ihnen gewiss“, so Giesen. (nl)

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