Palästinensischer Aktivist liest in Wiesbaden

Der palästinensische Aktivist Hamza Howidy stellt in Wiesbaden seine Autobiografie vor. Darin erzählt er von seiner Kindheit in Gaza, seiner Folter durch die Hamas und seiner Flucht nach Deutschland.

Palästinensischer Aktivist liest in Wiesbaden

Der palästinensische Aktivist und Autor Hamza Howidy stellt am Freitag (16. Oktober) in Wiesbaden sein Buch „Muscheln am Strand von Gaza“ vor. Das teilt die Kunst- und Kreativwerkstatt mit, die die Lesung veranstaltet. Die Veranstaltung im Infoladen in der Blücherstraße 46 beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

In seiner Autobiografie erzählt Howidy vom Aufwachsen im Gaza der 2000er-Jahre, von seiner Familie und den Kämpfen zwischen Fatah und Hamas. Jahre später protestierte er gegen die Hamas, wurde festgenommen und nach eigenen Angaben gefoltert. Im Jahr 2023 entschied er sich zur Flucht.

Der in Wiesbaden lebende Sprecher Armin Nufer wird ausgewählte Passagen auf Deutsch vorlesen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Hamza Howidy Fragen zu stellen. Seine Antworten werden auf Englisch sein.

Kritik an Islamismus und Antisemitismus

Hamza Howidy lebt seit Februar 2024 in Deutschland. Er positioniert sich gegen Islamismus und Antisemitismus. In Medien setzt er sich für gewaltfreie Ansätze im Nahostkonflikt ein und kritisiert dabei sowohl die Hamas als auch die israelische Regierung und die Besatzung in Gaza.

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sagte über Howidy: „Sein Mut ist beispielhaft, seine Äußerungen haben Gewicht und sind eine Inspiration für viele.“ Das Buch „Muscheln am Strand von Gaza“ ist Howidys erstes Werk.