Gewerbegebiet Petersweg: Das passiert mit den Tieren und Pflanzen

Vögel, Pflanzen und Eidechsen sind in Kastel heimisch. Wenn das Gewerbegebiet am Petersweg kommt, müssen sie den Fachgeschäften weichen.

Gewerbegebiet Petersweg: Das passiert mit den Tieren und Pflanzen

Es tut sich was in Kastel: Rund um den Petersweg bahnt sich seit einigen Jahren ein Gewerbegebiet an, das dort in den kommenden Jahren entstehen soll. Fläche für Fachgeschäfte wie Baumärkte und Co gibt es genug - doch auch wenn sie auf den ersten Blick frei scheint, so ist sie doch belebt.

Mehrere Tier- und Pflanzenarten sind auf dem Gelände heimisch. Darunter auch einige, die unter Naturschutz stehen. Bevor am Petersweg endgültig die Bagger rollen, sollen sie umgesiedelt werden - und zwar auf einen extra dafür angelegten Grünzug. „Mit der Anlage der extensiv genutzten Fläche tragen wir dem Artenschutz in dem sich entwickelnden Gewerbegebiet Rechnung“, erklärt Umweltdezernent Andreas Kowol (Grüne) die Notwendigkeit des etwa 170.00 Euro teuren Projekts.

Dafür wurde bereits eine Wiesenfläche angelegt und Samen von Pflanzen aus der Region gepflanzt. Diese heimischen Kräuter, Büsche und Bäume sollen später als natürliche Brutstätte für die Vogelarten Girlitz, Bluthänfling und Gelbspötter dienen, die in Kastel seit vielen Jahren leben. Zudem werden Sand, Kies und Totholz aufgeschüttet, so dass sich Zauneidechsen auf dem Gelände einnisten können. Die Reptilien sollen dorthin umgesiedelt werden, wenn am Petersweg Grundstücke zum Bau freigegeben werden.

Zudem erfüllt der neue Grünstreifen noch einen weiteren Zweck: Die Wiesenflächen sorgen dafür, dass die Kaltluft in die angrenzenden Siedlungsquartiere von Mainz-Kastel strömen kann - auch wenn das Gebiet Petersweg/Mainzer Straße bebaut ist.

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