Ostfeld: Meilenstein für neuen Wiesbadener Stadtteil erreicht

Die Planungen für das Ostfeld, den neuen Stadtteil von Wiesbaden, schreiten voran. Zwischen Erbenheim und Kastel sollen in den nächsten Jahren ein Mix aus Wohnungen und Geschäften für 12.000 Menschen entstehen.

Ostfeld: Meilenstein für neuen Wiesbadener Stadtteil erreicht

Der Magistrat der Stadt Wiesbaden hat am Dienstag das Entwicklungskonzept für den neuen Stadtteil „Ostfeld“ beschlossen. Dieses sieht vor, dass zwischen Erbenheim und Kastel ein Neubaugebiet für bis zu 12.000 Menschen entsteht. Jetzt geht der Antrag in die Stadtverordnetenversammlung.

Meilenstein

Als einen „Meilenstein für das Projekt“ bezeichnen Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) und Baudezernent Hans-Martin Kessler (CDU) den positiven Beschluss für das Bauprojekt. Das Ostfeld soll nach Vorstellungen des Magistrats ein gutes Beispiel für eine nachhaltige Stadtentwicklung sein. So betont Mende, dass durch das Ostfeld sehr viel neuer bezahlbarer Wohnraum geschaffen werde, der alleine durch Nachverdichtung wie bisher nicht umsetzbar sei. Zudem werden viele Gebäude energiesparend geplant.

Neben Wohnungen sieht der Plan auch Flächen für Gewerbe, sowie dazugehörige soziale Infrastruktur, also etwa Schulen und Kitas vor. Der Stadtteil soll sich selbst versorgen können, so Kessler. Alle wichtigen Einkäufe könnten vor Ort erledigt werden, ohne Fahrt in die Innenstadt. Wichtigster Anmieter im neuen Gewerbegebiet soll das Bundeskriminalamt (BKA) werden. Die Behörde wünscht sich schon länger einen zentralen Standort, da das Amt bisher auf mehrere Standorte in ganz Wiesbaden verteilt ist. Das Ostfeld biete nun die optimale Fläche dazu.

Kritik

Bürgerinitiativen hatten das Neubauprojekt wiederholt kritisiert. Sie werfen vor, dass der neue Stadtteil erhebliche Auswirkungen auf das Klima der Umgebung hätte. So würde Kastel sowie dem benachbarten Mainz die Frischluftzufuhr abgedreht, was zu erhöhten Temperaturen in den Gebieten führe, so das Bündnis Stadtklima. Kessler konterte die Kritik: Mehrere Studien hätten klar gezeigt, dass das Ostfeld das Klima in den umliegenden Gemeinden kaum beeinflusse.

Nach aktuellem Stand spricht die Stadt Wiesbaden von einer Gesamtinvestition von rund 220 Millionen Euro. In den kommenden Jahren will die Stadt auch immer wieder die Bürger in die Planungen mit einbeziehen. So soll auch ein neuer Name für den Stadtteil gefunden werden. Laut Kessler sollen am Ende des Jahrzehnts die ersten Menschen ihre Wohnungen im Ostfeld beziehen können. (ts)

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