Ein Schwelbrand in einem unterirdischen Hackschnitzelbunker hat am Donnerstagnachmittag (30. Oktober) in der Wiesbadener Moselstraße einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Das berichtet die Feuerwehr Wiesbaden.
Ein Anwohner hatte die Einsatzkräfte gegen 15:25 Uhr alarmiert, nachdem er Brandgeruch und bräunlichen Rauch bemerkt hatte. Vor Ort stellten die Feuerwehrleute einen Schwelbrand in einem Bunker für Hackschnitzel fest, der zu einer zentralen Heizungsanlage gehört. Die Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig, da der rund 60 Kubikmeter fassende Bunker fast komplett gefüllt war.
Schweres Gerät und Spezialsonde im Einsatz
Zunächst wurde die Heizungsanlage abgeschaltet und auf ein Ersatzsystem umgestellt, sodass die Wärmeversorgung für das Wohnquartier gesichert war. Um den Brandherd freizulegen, mussten die Hackschnitzel dann schrittweise mit schwerem Gerät aus dem Bunker entfernt werden. Da eine alarmierte Fachfirma eine längere Anfahrtszeit hatte, unterstützte die Freiwillige Feuerwehr Dotzheim übergangsweise mit einem Kran samt Schaufel.
Zusätzlich benutzten die Feuerwehrleute eine spezielle Heustocksonde, um den Brandherd zu finden. Dennoch konnte die genaue Quelle des Feuers aufgrund der vielen Hackschnitzel zunächst nicht eindeutig lokalisiert werden.
Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Brandursache ist bisher unklar. Anwohner wurden wegen der Geruchsbelästigung gebeten, Fenster und Türen vorübergehend geschlossen zu halten. Der Rettungsdienst stand vorsorglich bereit, während sich die Logistik-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr um die Versorgung der Einsatzkräfte kümmerte.