So soll das neue Freizeitbad aussehen

Viele Wiesbadener wünschen sich schon seit Jahren ein neues Freizeitbad. Am Konrad-Adenauer-Ring soll bald eins entstehen. Erste Ideen haben die Planer schon gesammelt.

So soll das neue Freizeitbad aussehen

Das Freizeitbad in der Mainzer Straße verfällt immer mehr und auch die Henkell-Kunsteisbahn hat schon bessere Tage gesehen. Das wissen nicht nur die Wiesbadener Hobby-Sportler, sondern auch die Stadt. Pläne für einen gemeinsamen Neubau der beiden Anlagen werden deshalb schon länger geschmiedet. Doch wie ist der Stand, und was genau ist für den neuen „Sportpark Rheinhöhe“ vorgesehen? Das hat sich Merkurist-Leser Andreas gefragt und dazu einen Snip erstellt.

Tatsächlich ist bisher nicht nur der zukünftige Standort zwischen Konrad-Adenauer-Ring, Holsteinstraße und Steinberger Straße gesichert, sondern auch einige Details für die sportlichen Attraktionen. Bereits im vergangenen Jahr haben sich Bürger, Anwohner und zukünftige Nutzer der Freizeitanlage zusammengesetzt und in Form einer Bürgerbeteiligung konkrete Wünsche geäußert. Sie sollen bei den weiteren Planungen umgesetzt werden.

Erste Ideen

Demnach soll das neue Schwimmbad ein 25 mal 75 Meter langes Sportbecken mit zehn Bahnen und Sportblöcken bekommen. Bei Wettkämpfen sollen Besucher auf Tribünen Platz nehmen können und auch Sprungtürme sind geplant. Ein 240 Quadratmeter großes Familienbecken soll mit mehreren Attraktionen, Sitz- und Liegemöglichkeiten locken. Die Wassertiefe soll in diesem Becken von 80 Zentimetern bis 1,35 Meter reichen. In einem Kursbecken soll der Grund mit einem Hubboden versehen werden, so dass dort verschiedene Aquakurse möglich sind — räumlich und akkustisch abgetrennt vom restlichen Bad. Für die kleinsten Besucher ist außerdem ein 50 Quadratmeter großer Planschbereich mit Spielmöglichkeiten vorgesehen.

Zusätzlich zum Bad soll es auf 2500 Quadratmetern einen Wellnessbereich geben. Dort sollen jeweils vier Innen- und Außensaunen entstehen — auch eine Textilsauna für Familien ist geplant. Autofahrer können ihren Wagen während des Schwimmbadbesuchs in einer Tiefgarage abstellen. In einem Bistro sollen Getränke und Essen serviert werden.

Kompletter Sportpark

Damit aus dem Schwimmbad wirklich ein Sportpark wird, soll eine neue 30 mal 60 Meter große Eisbahn auf dem gleichen Gelände entstehen. Im Sommer soll sie zur Rollschuhbahn umfunktioniert werden. Die Volleyball- und Tennisplätze, die sich jetzt schon auf dem 5,3 Hektar großen Gelände befinden, sollen erhalten bleiben. Zudem soll der städtische Bäderbetrieb mattiaqua in ein Verwaltungsgebäude im Sportpark einziehen. Dadurch sollen in Zukunft Dienstwege buchstäblich verkürzt werden.

Insgesamt rechnen die Planer derzeit mit Kosten in Höhe von 63 Millionen Euro für das Großprojekt. Diese müssen sinnvoll eingesetzt werden. Die Suche nach einem geeigneten Architekten und mehrere Kostenprüfungen sind deshalb notwendig, bevor die ersten Bagger rollen. Die Frage nach dem derzeitigen Planungsstand und den nächsten Schritten, hat die Stadtentwickungsgesellschaft (SEG), die für den Bau zuständig ist, auf Nachfrage von Merkurist bisher nicht beantwortet. (ts)

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