Frauensteiner Obststand wird wiederholt Opfer von Brandanschlag

Schon zum zweiten Mal verlor der Frauensteiner Obstbauer Mahmut Ödemis seinen Obststand bei einem Feuer. Wie schon beim ersten Fall 2018 geht die Polizei von Brandstiftung aus.

Frauensteiner Obststand wird wiederholt Opfer von Brandanschlag

Das kleine Frauenstein ist zu dieser Jahreszeit in Wiesbaden wieder in aller Munde. Überall in der Stadt verkaufen die Obstbauern die bekannten Frauensteiner Kirschen. Darunter auch Mahmut Ödemis, der vor ein paar Jahren mit einer kleinen Plantage und einem Verkaufsstand in das Geschäft eingestiegen war. Doch das ist jetzt erst einmal vorbei, denn in der Nacht zu Montag brannte sein Verkaufsstand an der Grorother Straße komplett nieder.

Nachts um drei Uhr bemerkten Zeugen den zu diesem Zeitpunkt bereits völlig niedergebrannten Stand. Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde. Leider keine neue Erfahrung für Ödemis, denn bereits im Sommer 2018 brannte sein Verkaufsstand, auch mitten in der Kirsch-Saison, komplett nieder. Auch damals ging die Polizei von Brandstiftung aus, konnte aber keinen Täter finden.

Und die Angriffe gegen Ödemis Unternehmen hörten damit nicht auf: Im Januar stellte der Obstbauer fest, dass 70 frisch gepflanzte Bäume auf seiner Plantage mit voller Absicht zerstört wurden. Wie bei den Bränden zuvor war wieder nur Ödemis’ Betrieb Ziel der Angriffe geworden, die Nachbarbetriebe blieben verschont. „Unter den Obstbauern in Frauenstein gibt es einen harten Konkurrenzkampf“, sagte Ödemis im Januar gegenüber Merkurist.

Wie schon bei den vergangenen Vorfällen hat Ödemis eine Belohnung für Hinweisgeber und Zeugen ausgesetzt, die etwas zu dem Vorfall sagen können. Die Polizei selbst teilt mit, dass noch keine Beweise vorlägen. Wer etwas gesehen hat, soll sich mit der Wiesbadener Kriminalpolizei unter der Rufnummer (0611) - 3450 in Verbindung setzen. (ts)

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