Nachhaltige Metzgerei in Wiesbaden eröffnet

Neueröffnung in der Moritzstraße: Anfang April hat der nachhaltige Fleischhandel GreenOx eröffnet. Neben hochqualitativer Weidehaltung der Tiere verspricht das Unternehmen eine faire Bezahlung der Bauern.

Nachhaltige Metzgerei in Wiesbaden eröffnet

Weidefleisch in höchster Qualität von familiengeführten Bauernhöfen in Deutschland: Das ist das Versprechen des Bad Nauheimer Unternehmens GreenOx. Seit Anfang April gibt es nun auch eine Filiale in der Wiesbadener Moritzstraße. Wie GreenOx-Mitgründer Jannick Scheibner gegenüber Merkurist erklärt, habe man gute Erfahrungen mit dem ersten Laden in Bad Nauheim gemacht. Daher entstanden frühzeitig Pläne, weitere Filialen im Rhein-Main-Gebiet zu eröffnen.

„Wiesbaden war für uns dabei immer erste Wahl, da wir den Eindruck haben, dass das Bewusstsein für hochwertige und nachhaltig produzierte Lebensmittel sehr gut sei“, erklärt Scheibner. Diesen Eindruck hätten die Kunden in den ersten beiden Wochen nach der Geschäftseröffnung so auch bestätigt.

Das ist die GreenOx-Idee

Das GreenOx-Konzept erklärt er so: Bei „GreenOx verkaufen wir Weidefleisch, das heißt, die Tiere wachsen auf großen Weideflächen in Deutschland auf, bis zu dem Zeitpunkt an dem sie geschlachtet werden. Zu keinem Zeitpunkt werden die Tiere in Mast-Ställen gehalten oder mit Mastfuttermitteln gefüttert. Dafür arbeiten wir direkt mit Landwirten zusammen, die wir in regelmäßigen Abständen besuchen und die unsere Standards umsetzen.“ Ziel sei es, die höchstmögliche Fleischqualität anzubieten. Wichtig sei dabei, dass die Tiere artgerecht und stressfrei gehalten werden.

Diese Qualität habe dann aber auch ihren Preis, so Scheibner. „Da die Rinder und Schweine unserer Landwirte, im Gegensatz zur konventionellen Tiermast, die doppelte, bei Hähnchen gar die dreifache Zeit zum Aufwachsen benötigen, sind wir preislich natürlich etwas teurer als der klassische Fleischhandel und Metzger, bei dem die Tiere nach wie vor hauptsächlich aus Mastställen kommen.“ Der Preisunterschied bewege sich dann bei 30 bis 50 Prozent im Vergleich zu anderen Anbietern. „Ein 180-Gramm-Steak kostet bei uns also etwa 1,5 bis 2,5 Euro mehr.“ Dafür verliere das Fleisch beim Braten oder Grillen kaum Wasser, sodass es auch nicht viel an Gewicht einbüße.

Ein weiterer Aspekt: GreenOx setze auf eine faire Bezahlung der Bauern. „Dadurch, dass wir direkt mit den Landwirten zusammenarbeiten, sind wir nicht an den Markt gebunden und können ihnen bis zu 100 Prozent über den marktüblichen Preisen zahlen, was die Landwirtschaft für sie wieder rentabel macht – natürlich im Austausch gegen hochwertige Tierhaltung und Fleischqualität“, sagt Scheibner.

Im Store selbst können Kunden neben verschiedenen Fleischsorten auch sogenannte „Green Dogs“ zum Direktverzehr kaufen. „Also warme Hot-Dogs aus 100 Prozent Rindfleisch, mit verschiedenen Toppings. Aber natürlich gibt es bei uns auch Knacker, Würste, Salamis etc. auf die Hand“, so Scheibner.

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