Schriftzug an neuer Treppe am Coulinparkhaus aufgetaucht

Erst im vergangenen Monat wurde die neu gestaltete Schützenhoftreppe am Parkhaus Coulinstraße feierlich eröffnet. Jetzt wurde die neu angemalte Wand mit einem Graffiti besprüht. Viele Wiesbadener ärgert das.

Schriftzug an neuer Treppe am Coulinparkhaus aufgetaucht

„No Justice. No Peace“ — dieser Schriftzug prangt in Großbuchstaben an der Treppe am Parkhaus Coulinstraße. Mit schwarzer Farbe hat jemand diese Worte vor Kurzem auf die frisch gestrichenen, hellen Wände der Treppe gesprayt. Ein Ärgernis für viele Wiesbadener, denn die Treppe wurde nach einer fünfjährigen Sperrung erst im Juli frisch saniert neu eröffnet.

Wenig Begeisterung in Sozialen Netzwerken

In den Sozialen Netzwerken machen die Wiesbadener ihrem Ärger Luft. „So eine Sauerei“, sagt ein Nutzer. Eine andere Nutzerin findet: „Sehr schade um die neu sanierten Treppen. Eventuell bewusst an die Stelle geschmiert, um eben diese Aufmerksamkeit zu provozieren und Gehör zu bekommen. Hat wohl geklappt. Begeistert bin ich aber auch ganz und gar nicht.“

Wenig begeistert von dem Graffiti ist auch Erkan Tan, Betreiber des mexikanischen Restaurants „Tanitos“, direkt neben der Treppe. Nach jahrelanger Baustelle hatte er sich eigentlich über die Eröffnung der Treppe und die damit verbundene Aufenthaltsqualität für seine Gäste gefreut. „Das ist total ärgerlich. Politisches Statement schön und gut, aber man muss doch nicht immer alles kaputt machen. Die Stadt gibt extra Geld dafür aus und dann sowas.“

Wer das Graffiti dort angebracht haben könnte und warum, kann er nicht sagen. Auf der Quelle vor der Treppe hängt zwar ein Plakat, das auf eine Demonstration in Hanau am 22. August aufmerksam macht, wann genau es aufgetaucht ist und ob beides in Zusammenhang steht, ist aber nicht klar.

Restaurantbetreiber will Treppe verschönern

Er will aber etwas tun, damit die Treppe nicht zur Graffiti-Wand für Amateurkünstler wird. „Erfahrungsgemäß dauert es ja nie wirklich lang, bis eine weiße Wand voll mit Graffitis ist. Ich würde total gerne dafür sorgen, dass die Wand schön bleibt.“ Er könne sich zum Beispiel vorstellen, einen „Tanitos“-Schriftzug auf die Treppe malen zu lassen. „Die Stadt könnte auch professionelle Graffiti-Künstler beauftragen, die die Treppe mit Wiesbadenbezug verschönern.“ All das will er dem zuständigen Amt bald vorschlagen. Die Stadt Wiesbaden hat sich bis zum Erscheinen dieses Artikels noch nicht zu einer Anfrage geäußert.

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