Wie das Meeting of Styles Kastel verändert hat

Rund 3000 Quadratmeter Wand und Mauern haben internationale Künstler beim „Meeting of Styles“ mit Graffittis verschönert. Auch die alte Storage-Mauer in Kastel hat einen neuen Anstrich bekommen.

Wie das Meeting of Styles Kastel verändert hat

Wer von Mainz über die Theodor-Heuss-Brücke nach Wiesbaden kommt, wird im Stadtteil Kastel erst einmal von jeder Menge bunter Graffitis empfangen. Einmal im Jahr treffen sich Künstler aus der ganzen Welt rund um den Brückenkopf und gestalten die Wände beim „Meeting of Styles“.

Neuanstrich für 3000 Quadratmeter Wand

So pilgerten auch am vergangenen Wochenende wieder mehr als 130 Sprayer aus der ganzen Welt nach Wiesbaden. Sie gestalteten insgesamt mehr als 3000 Quadratmeter Wandfläche, allein 250 Quadratmeter standen in diesem Jahr in der S-Bahn-Unterführung zur Verfügung. Die Anwohner aus dem Stadtteil freuten sich aber vor allem darüber, dass die alte Storage Mauer in das Festival mit einbezogen wurde.

Mit dem neuen Anstrich sieht die Mauer jetzt so aus:

Die Werke sind dort bis zur nächsten Runde des „Meetings of Styles“ im kommenden Jahr zu sehen. Dann werden sie, wie alle Festival-Graffitis in Kastel, übermalt um freie Flächen für die nächste Runde zu schaffen.

Das Festival lebt dabei vor allem von Sponsoren. Firmen aus der Szene zeigen ihre Logos gerne in Verbindung mit dem „Meeting of Styles“, denn was vor rund 20 Jahren am Schlachthof begann und 2003 nach Kastel zog, hat sich inzwischen weltweit herumgesprochen. Das Festival wurde zu einer Basis für die internationale Künstler-Szene. Ableger der Veranstaltung finden inzwischen auch regelmäßig in anderen Ländern statt — auch außerhalb Europas, etwa in Amerika und Asien. Dabei sahnt das „Meeting of Styles“ auch immer wieder Kunst- und Kulturpreise ab. 2017 ging zum Beispiel der Kulturpreis der Stadt Wiesbaden an das Festival, und der allein war mit 5000 Euro dotiert. (nl)

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