Diese berühmten Persönlichkeiten ruhen auf Wiesbadener Friedhöfen

Hunderttausende Menschen haben auf einem der Wiesbadener Friedhöfe ihre letzte Ruhe gefunden. Darunter sind auch einige bekannte Persönlichkeiten.

Diese berühmten Persönlichkeiten ruhen auf Wiesbadener Friedhöfen

22 Friedhöfe finden sich in Wiesbaden. Neben den großen Begräbnisstätten Süd- und Nordfriedhof, gibt es in vielen Stadtteilen auch kleinere Anlagen. Der jüngste Friedhof befindet sich in Frauenstein und ist gleichzeitig auch der „ungewöhnlichste“ — im „Wiesbadener Bestattungswald Terra Levis“ finden alle diejenigen ihre letzte Ruhe, die ohne großes Ritual ihren Frieden unter einem Baum finden möchten.

Alleine auf dem Nordfriedhof fanden — seit seiner Einweihung 1877 — mehr als 87.000 Menschen ihre letzte Ruhe. Dass auf den vielen Friedhöfen Wiesbadens auch prominente und bekannte Persönlichkeiten begraben sind, liegt auf der Hand.

Einer davon ist Rittmeister Freiherr Manfred von Richthofen — besser bekannt als „Der Rote Baron“. Der 1892 in Breslau geborene Pilot bekam im Ersten Weltkrieg — nur ein Jahr nach seiner Pilotenausbildung 1916 — die Führung einer eigenen Fliegerstaffel übertragen. Um den Gegner zu provozieren ließ er die Flugzeuge in bunten Farben anmalen, sein eigenes war leuchtend rot, was ihm seinen bekannten Spitznamen einbrachte. 1918 wurde er in Vaux-sur-Somme von australischen MG-Schützen abgeschossen und kam dabei ums Leben.

Heinz Schenk

„Er hat über viele Jahrzehnte das Bild der Hessen in ganz Deutschland mitgeprägt“, würdigte Ministerpräsident Volker Bouffier den 2014 verstorbenen Entertainer Heinz Schenk. Der in Naurod geborene Showmaster und Schauspieler wurde unter anderem mit dem Hessischen Verdienstorden, dem Bambi und dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Den meisten dürfte Schenk wohl als Oberkellner des „Blauen Bock“ aus der gleichnamigen Fernsehsendung bekannt sein. Nach seinem Tod fand er die letzte Ruhe auf dem Nauroder Friedhof.

Helmut Schön

Ein echter Weltmeister ruht auf dem Wiesbadener Nordfriedhof. Helmut Schön, geboren 1915 in Dresden, wurde als Spieler zwei Mal Deutscher Meister und gewann zwei Mal den Pokal. Als er 1950 seine Fußballschuhe an den Nagel hing, war es aber noch lange nicht vorbei mit den Erfolgen. Zunächst war er als Trainer beim SV Wiesbaden tätig, wurde 1964 sogar Bundestrainer. 1974 dann der größte Erfolg: Unter Schön wurde die Deutsche Nationalmannschaft im eigenen Land Weltmeister. Gegner im Finale: Ausgerechnet die Niederlande. Zwei Jahre zuvor wurde die Mannschaft unter Schön zudem Europameister. Helmut Schön starb 1996 in Wiesbaden.

Wilhelm Dilthey

26 Bände, herausgegeben von seinen Schülern, unzählige bedeutende Einzelwerke und Theorien, die bis heute in den Universitäten und unter Interessierten diskutiert werden: Der 1833 in Biebrich geborene Philosoph Wilhelm Dilthey hat ein beeindruckendes Erbe hinterlassen. Vor allem die Hermeneutik und die verstehende Psychologie werden heute noch mit seinem Namen in Verbindung gebracht. Nach einer Darmerkrankung starb Dilthey 1911 in Südtirol, begraben ist er auf dem Biebricher Friedhof.

Die hier genannten sind längst nicht die einzigen bekannten Namen, die ihre letzte Ruhe auf einem der 22 Wiesbadener Friedhöfe gefunden haben. Unter anderem wurden auch Wilhelm Kalle, Volker Kriegel, Carl Remigius Fresenius in Wiesbaden begraben. Eine Übersicht über weitere bekannte Persönlichkeiten, die in Wiesbaden Grab haben, findet ihr hier. (js)

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