Ein brennender E-Scooter-Akku hat am frühen Dienstagmorgen in Wiesbaden-Delkenheim einen Feuerwehreinsatz ausgelöst und vier Verletzte gefordert. Das meldet die Landeshauptstadt Wiesbaden.
Gegen 6:20 Uhr wurden Feuerwehr und Rettungsdienst wegen eines Wohnungsbrandes in die Landwehrstraße gerufen. Wie sich vor Ort herausstellte, war der Akku eines E-Scooters in einer Wohnung in Brand geraten. Der Besitzer hatte zwar noch versucht, das Feuer selbst zu löschen, konnte aber die Ausbreitung von hochgiftigem Brandrauch nicht verhindern.
Insgesamt vier Bewohner der Wohnung atmeten die gefährlichen Rauchgase ein. Sie wurden vom Rettungsdienst vor Ort untersucht und erstversorgt. Drei von ihnen mussten zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Eine vierte Person lehnte den Transport ins Krankenhaus nach der Erstversorgung ab.
Die Feuerwehr kontrollierte die Brandstelle und entrauchte die Wohnung. Um zu verhindern, dass sich der beschädigte Akku erneut entzündet, kühlten die Einsatzkräfte ihn. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Delkenheim und Nordenstadt sowie Kräfte aller drei Wachen der Berufsfeuerwehr.
Feuerwehr warnt vor Akku-Bränden in Wohnungen
Die Feuerwehr nimmt den Vorfall zum Anlass, um eindringlich auf die Gefahren von Akkus hinzuweisen. E-Scooter oder E-Bikes sollten möglichst nicht in Wohnräumen gelagert oder geladen werden, da ein technischer Defekt jederzeit zu einem Brand führen kann.
Solche Akkubrände entwickeln extrem hohe Temperaturen, was das Löschen für Laien fast unmöglich macht. Zudem entstehen giftige Gase und Dämpfe, die schon nach wenigen Atemzügen schwere Gesundheitsschäden verursachen können. Die starke Rauchentwicklung kann außerdem Fluchtwege blockieren und die Selbstrettung erschweren.