Was Ihr jetzt über das Corona-Virus wissen müsst

Am Mittwochmorgen meldete die HSK einen Patienten mit Verdacht auf das Corona-Virus. Auch wenn sich dieser nicht bestätigte, haben wir für Euch die wichtigsten Infos über das Virus zusammengefasst.

Was Ihr jetzt über das Corona-Virus wissen müsst

Im Dezember häuften sich in der chinesischen Provinz Wuhan Meldungen über Patienten mit Lungenerkrankungen. Vermutet wird, dass sich das Virus, das mittlerweile unter dem Namen Corona-Virus bekannt ist, auf einem Fischmarkt in Wuhan ausbreiten konnte. Nach Angaben der chinesischen Behörden waren einige der ersten Patienten dort als Händler tätig.

Nachdem in dieser Woche auch die ersten Fälle einer Corona-Erkrankung in Bayern bestätigt wurde, trat am Mittwoch auch einen Verdachtsfall in Wiesbaden (wir berichteten) auf. Der Patient wurde mit einer Atemwegserkrankung und typischen Symptomen eingeliefert und umgehend isoliert. Am späten Mittwochnachmittag gab es dann Entwarnung: Der Patient war nicht an dem Virus erkrankt.

Trotzdem sorgen sich viele Wiesbadener und haben Angst vor einer Ausbreitung. Das Bundesgesundheitsministerium erklärt dazu, dass das Risiko für eine Ausbreitung in Deutschland nach wie vor gering ist. Wir haben für Euch die wichtigsten Fragen rund um das Virus beantwortet.

Wie groß ist die Gefahr einer Ausbreitung?

Gering. Sowohl das Robert Koch-Institut als auch Gesundheitsbehörden der Nachbarländer und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind sich in dieser Einschätzung einig. Auch wenn es mittlerweile eine geringe Zahl an Fällen in Deutschland gibt, verweist das Gesundheitsministerium auf etablierte Abläufe, die in solchen Fällen greifen. Betroffene werden isoliert und unter Beachtung der entsprechenden Hygienemaßnahmen behandelt. Diese Maßnahmen hätten sich auch bei der 2002 aufgetretenen SARS-Pandemie bewährt. Das Virus verursacht schwere und akute Atemwegserkrankungen. Eine Weiterverbreitung konnte verhindert werden.

Wie wird das Corona-Virus übertragen?

Die Übertragungswege sind bislang noch nicht vollständig geklärt. „Aktuell wissen wir hierüber noch zu wenig“, erklärt das Bundesgesundheitsministerium. Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung von SARS, dessen Erreger derselben Familie angehören, erfolgt hauptsächlich über Tröpfcheninfektion, selten auch Schmierinfektion. Die Inkubationszeit beträgt etwa zwei bis sieben, maximal aber bis zu zehn Tage.

Welche Symptome treten auf?

Erkrankte zeigen keine besonderen Anzeichen. Symptome sind hauptsächlich Fieber, einige Patienten haben außerdem Schwierigkeiten beim Atmen.

Wie groß ist die Ansteckungsgefahr?

Auch zu dieser Frage gibt es noch keine eindeutige Antwort, da die Datenlage noch unzureichend ist. Laut dem Bundesgesundheitsministerium schätzen Fachleute aber, dass das Corona-Virus nicht so ansteckend ist, wie beispielsweise Influenza oder die Masern.

Wie kann man sich schützen?

Es werden die gleichen Maßnahmen empfohlen, die auch grundsätzlich zur Vermeidung von Grippe gelten: gute Handhygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten halten. Eine Schutzimpfung ist bisher nicht verfügbar. Auch eine spezifische Therapie gibt es nicht, es werden lediglich die Symptome behandelt. (ms)

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