Stephan E. gesteht, Walter Lübcke erschossen zu haben

Politisch motivierte Tat

Stephan E. gesteht, Walter Lübcke erschossen zu haben

Der in Wiesbaden geborene Neonazi Stephan E. soll gestanden haben, den ehemaligen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) erschossen zu haben. Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten hervor.

Wie der „Spiegel“ berichtet, habe E. angegeben, alleine gehandelt zu haben. Trotzdem, das habe die Zeitung erfahren, ermitteln die Behörden weiterhin in alle Richtungen, um mögliche Mitwisser oder Komplizen ausfindig zu machen.

Bezüglich seines Motivs soll Stephan E. angegeben haben, sich über die Aussagen Lübckes zur Flüchtlingspolitik geärgert zu haben. Lübcke hatte 2015 in der Debatte über Asylpolitik gesagt: „Da muss man für Werte eintreten. Und wer diese Werte nicht vertritt, der kann jederzeit dieses Land verlassen, wenn er nicht einverstanden ist. Das ist die Freiheit eines jeden Deutschen.“ Daraufhin hatte der Regierungspräsident immer wieder Morddrohungen erhalten.

Hintergrund

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses in Kassel aus nächster Nähe mit einem Kopfschuss getötet worden. E. wurde zwei Wochen später von der Polizei festgenommen, weil Ermittler Hautpartikel von ihm an Lübckes Hemd finden konnten. (js)

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