Aus für Weinbar „Canal du Midi“ nach 15 Jahren

Nach 15 Jahren muss die beliebte Weinbar „Canal du Midi“ schließen. Anwohnerbeschwerden und hohe Auflagen sorgten dafür, dass sich der Besitzer aus dem Geschäft zurückzieht.

Aus für Weinbar „Canal du Midi“ nach 15 Jahren

15 Jahre lang war das „Canal du Midi“ in der Wiesbadener Blücherstraße die Anlaufstelle für Weinliebhaber, Genussmenschen und Frankreich-Fans. Doch damit wird bald Schluss sein: Inhaber Rainer Hefele wird die Bar am 14. März zum letzten Mal öffnen.

Außerdem ist noch ein Räumungsverkauf geplant. Immerhin ist das „Canal du Midi“ bestens mit unzähligen Weinen bestückt, die am 7. und 14. März für die Hälfte des Preises abverkauft werden. Und am 13. März steigt die „DJ au Canal Nacht“, wo drei DJanes auflegen werden, die auch in den vergangenen Jahren immer wieder zu Gast in der Weinbar waren.

Viele Anwohner beschwerten sich

Die Entscheidung, das „Canal du Midi“ aufzugeben sei über die Jahre gereift. In den vergangenen Jahren hatten sich Beschwerden von Anwohnern über die Lautstärke gehäuft. Außerdem war es schwierig, noch Personal zu finden. Die Auflagen des Ordnungsamtes und des Vermieters erschwerten den Betrieb zusätzlich.

Viele Stammkunden bleiben zurück. Für sie geht ein kulturelles Kleinod verloren. Hefele hätte die Bar gerne weitergegeben, es habe auch schon Interessenten gegeben. Doch der Besitzer des Gebäudes möchte kein Nachtgeschäft mehr. Wer auch immer auf die Weinbar folgen wird, wird künftig sowohl im Laden als auch der Terrasse deshalb nur noch bis 20 Uhr öffnen dürfen.

Hefele selbst hatte im „Midi“ alle Weine selbst aus Frankreich importiert, kannte die Winzer persönlich. In den vergangenen Jahren kamen außerdem noch Weine und Winzer aus Spanien und Deutschland hinzu. Somit wird sich Hefele in Zukunft weiter um die Belieferung von Gastronomen in Wiesbaden, Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet kümmern, was er auch in der Vergangenheit schon gemacht hat. (nl)

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