Autofahrer will E-Bike-Fahrer Weg abschneiden - und fährt ihn an

58-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten

Autofahrer will E-Bike-Fahrer Weg abschneiden - und fährt ihn an

Wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr muss sich ein Autofahrer in Kürze vor dem Wiesbadener Amtsgericht verantworten. Dem 58-Jährigen wird vorgeworfen, einem E-Bike-Fahrer mehrfach den Weg auf dem Gehweg abgeschnitten und ihn schließlich angefahren zu haben. Das geht aus einer Mitteilung des Gerichts hervor.

Der Angeklagte und der geschädigte E-Bike-Fahrer begegneten sich demnach am 9. Juli 2017 in Höhe des Edeka-Marktes an der Alten Schmelze in Schierstein. Der 58-Jährige verließ den Parkplatz des Supermarktes mit seinem Auto, als der E-Bike-Fahrer gerade mit seinem Rad auf dem Gehweg unterwegs war.

Dabei rief der Radfahrer dem Autofahrer laut Gericht etwas zu, das dieser als Beleidigung auffasste. Daraufhin fuhr der Angeklagte dem Radfahrer hinterher und versuchte mehrfach, ihm den Weg abzuschneiden. Dafür sei er mit seinem Auto vor den E-Bike-Fahrer auf den Gehweg gefahren, so die Anklage.

Der Radfahrer konnte einen Zusammenstoß zunächst verhindern, indem er auswich. An einer Stelle ging das allerdings nicht, da eine Hecke im Weg war. Dort sei es schließlich zu einem Zusammenstoß zwischen dem Autofahrer und dem E-Bike-Fahrer gekommen, bei dem der Geschädigte über die Motorhaube des Autos geflogen sei und sich leicht verletzt habe.

Welche Strafe der 58-jährige Angeklagte zu erwarten hat, wird sich im Juli zeigen. Die Hauptverhandlung in dem Strafverfahren ist auf Montag, den 20. Juli um 10 Uhr terminiert und wird im Saal 0.003 des Amtsgerichts stattfinden. (ab)

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