Betrug beim Pfand im Supermarkt?

Für die Bierflasche 8 Cent, für die Dose 25 und so weiter. In Deutschland ermöglichen es Pfandautomaten den Kunden, ihr Geld auf einfache Weise zurückzubekommen. Doch was tun, wenn der einen falschen Wert berechnet?

Betrug beim Pfand im Supermarkt?

Die Pfandregelung in Deutschland ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern zwar etwas komplizierter, aber mittlerweile wohl jedem bekannt. Je nach Behältnis gibt es meist 8, 15 oder 25 Cent Pfand zurück. In Supermärkten stehen dafür Maschinen bereit, die nach Flascheneingabe automatisch den Betrag errechnen, den der Kunde zurückerstattet bekommt. Doch das funktioniert in Wiesbaden scheinbar nicht immer.

Merkurist-Leserin Nadine traut den Pfandautomaten nicht mehr blind. Wie sie in einem Snip berichtet, sei es im Rewe-Markt in der Kostheimer Landstraße schon mehrmals vorgekommen, dass der Pfandbon einen zu niedrigen Wert ausgewiesen hat.

Die Fehler, die Nadine beobachten konnte, sind vielfältig. „Bei PET-Kästen wird nur der Kastenpfand berechnet, nicht der Leergutpfand“, sagt sie. Das seien immerhin 1,50 Euro, die dem Kunden damit verloren gehen. Auch sei es schon vorgekommen, dass beim Einwerfen gleicher Flaschen verschiedene Pfandpreise ausgegeben wurden. Die Konsequenz: Nadine prüft nun regelmäßig, was auf ihrem Pfandbon steht. Wird in diesem Supermarkt bewusst Pfand unterschlagen?

Rewe reagiert

„Nein“, sagt Anja Krauskopf, Rewe-Pressesprecherin der Region Mitte. Das Problem sei aber auch dem Konzern bekannt. Allerdings käme es nur sehr selten und vereinzelt vor. Auch bei unserer Überprüfung in dem Kostheimer Markt gab der Automat einen korrekten Pfandbon aus. Trotzdem könne es vorkommen, dass Pfand falsch berechnet werde.

„Betroffene Kunden bitten wir, ihr Pfand nachträglich einzufordern.“ - Anja Krauskopf, Rewe

In diesen Fällen hilft tatsächlich nur eine Überprüfung des Pfandbons. Auch Krauskopf sagt: „Betroffene Kunden bitten wir, ihr Pfand nachträglich einzufordern, sie erhalten es selbstverständlich umgehend zurück.“ Stellt man dann Ungereimtheiten fest, sollte man sich also nicht scheuen, das Personal im Markt darauf hinzuweisen. Das hat auch Nadine schon getan und ist genervt davon. Damit das nicht ewig so weitergeht, werden die Automaten aber nach solchen Vorkommnissen nachprogrammiert. „Die Fehler sind dann behoben“, sagt Krauskopf.

Logo