Wiesbadener erinnern mit Geisterrad an verunglückten Radfahrer

Nach Unfall auf der Aarstraße

Wiesbadener erinnern mit Geisterrad an verunglückten Radfahrer

Mit einem Geisterrad gedenken Wiesbadener Fahrradfahrer einem 64-Jährigen. Der Mann wurde am Sonntag in einen Verkehrsunfall auf der Aarstraße verwickelt und starb kurze Zeit später in einem Krankenhaus an seinen Verletzungen (wir berichteten).

Die Idee dazu hatte der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) Wiesbaden/Rheingau-Taunus. Die Mitglieder organisierten eine gemeinsame Fahrradtour zur Unfallstelle an der B54 zwischen Wiesbaden und Taunusstein. Rund 20 Wiesbadener folgten dem Aufruf am Dienstagabend — die meisten in weißer Kleidung.

Sie fuhren vom Hauptbahnhof bis zur Aarstraße in einem Korso und folgten dabei einem komplett weiß Lackierten Fahrrad. Kurz vor der Unfallstelle schob die Schwester des Verstorbenen das weiße Rad und legte es mit einem Gedenkschild an der Stelle nieder, an der sich der Unfall ereignet hatte. Im Anschluss hielt sie eine Trauerrede.

Das lackierte Fahrrad, das jetzt als Geisterrad dient, soll nun an der Stelle liegen bleiben und in Zukunft an den verunglückten Radfahrer erinnern. „Wir wollen dem toten Radfahrer eine letzte Ehre erweisen und trauern mit Angehörigen, Freunden und Kollegen um diesen Mann“, erklärte Erik Frank, 1. Vorsitzender des ADFC Wiesbaden/Rheingau-Taunus. Gleichzeitig soll das Geisterrad auch eine Mahnung sein und darauf hinweisen, dass die Stelle für Rad- und Autofahrer gefährlich sein kann. (ts)

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