Wie eine neue Methode die Sanierung in Wiesbaden revolutionieren soll

Eine neue Methode soll die energetische Sanierung von Gebäuden in Wiesbaden beschleunigen. Nun wurden nun konkrete Projekte und die Vorteile vorgestellt.

Wie eine neue Methode die Sanierung in Wiesbaden revolutionieren soll

Wie sich bestehende Gebäude auch in Wiesbaden schneller und wirtschaftlicher energetisch modernisieren lassen, war das Thema der Jahresveranstaltung „Serielles Sanieren 2026“ der LEA LandesEnergieAgentur Hessen (LEA). Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Wiesbaden standen dabei konkrete Erfahrungen aus der Praxis, wie das Ministerium für Wirtschaft und Wohnen mitteilt.

Bei einem Rundgang durch ein Wiesbadener Wohnquartier gab es Einblicke in unterschiedliche Phasen der seriellen Sanierung, von abgeschlossenen Maßnahmen bis zu Projekten kurz vor dem Baubeginn. Die GWW Wiesbadener Wohnbaugesellschaft mbH und die ecoworks GmbH stellten dabei ihre Erfahrungen aus Planung und Umsetzung vor.

Mehr Vorfertigung, weniger Arbeit auf der Baustelle

Beim seriellen Sanieren wird die Prozesskette stärker digitalisiert. Gebäude können beispielsweise mit 3D-Scans und Drohnen erfasst werden. Fassaden-, Dach- und Technikmodule werden anschließend im Werk vorgefertigt und auf der Baustelle nur noch montiert. Laut LEA Hessen erfolgen bei einer herkömmlichen Sanierung rund 90 Prozent der Arbeiten manuell auf der Baustelle.

Die Methode gewinnt auch wirtschaftlich an Bedeutung. Das aktuelle Marktvolumen liegt laut LEA bei rund zwei Milliarden Euro, bis 2045 wird ein Potenzial von etwa 500 Milliarden Euro erwartet. Besonders relevant ist das Verfahren für Gebäude aus den 1950er- bis 1970er-Jahren.

„Wenn ganze Wohnanlagen modernisiert werden müssen, zählt jeder Tag, an dem Menschen möglichst wenig von Lärm, Staub und Bauarbeiten beeinträchtigt sind. Serielle Sanierung kann dabei helfen: Bauteile wie Fassadenelemente oder Dächer werden passgenau vorgefertigt und auf der Baustelle schneller montiert. Das spart Zeit, erleichtert die Planung und kann Kosten senken“, so Hessens Bau- und Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori. Entscheidend sei, was vor Ort funktioniere.