Wiesbadener Studenten wollen Zwerg Nase Haus-Kindern Wünsche erfüllen

Ausflüge und Spezialmöbel sind für die jungen Bewohner des Zwerg Nase Hauses oft nicht einfach zu finanzieren. Studenten der Hochschule Fresenius wollen jetzt dabei helfen, ein paar Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen.

Wiesbadener Studenten wollen Zwerg Nase Haus-Kindern Wünsche erfüllen

Julian wächst sehr schnell. Deshalb braucht er ein neues Bett. Laila würde gerne einmal den SV Wehen Wiesbaden live im Stadion sehen und Benni wünscht sich einen Ausflug nach Augsburg — er mag die Puppenkiste. Während neue Möbel oder kurze Reisen mit der Familie für viele Kinder etwas selbstverständliches sind, sind sie für die Eltern von Kindern, die im Zwerg Nase Haus betreut werden, oft nicht bezahlbar. Bei Möbeln handelt es sich meist um teure Sonderanfertigungen und auch eine Fahrt zur Brita-Arena bedarf medizinischer Betreuung.

Herzensangelegenheit

Das haben auch drei Studenten der Hochschule Fresenius bemerkt, als sie als studentisches Projekt ein Fundraising ins Leben gerufen haben. „Nach unserem ersten Besuch im Zwerg Nase Haus und den Gesprächen mit den dort dauerhaft wohnenden Kindern war uns sofort klar, dass unser Konzept nicht reine Theorie bleiben kann, sondern unbedingt umgesetzt werden muss“, sagt Alina Lonzick, die im dritten Semester Medien- und Kommunikationsmanagement in der hessischen Landeshauptstadt studiert.

Aus der Praxisaufgabe sei so eine Herzensangelegenheit geworden. Die Studenten haben es sich deshalb zum Ziel gesetzt, bis September alle Wünsche im Haus zu erfüllen — von der Geburtstagstorte bis zum Friseurbesuch. Um alle Rechnungen zu bezahlen, müssen sie aber 14.000 Euro Spenden zusammenbekommen.

Online-Kampagne

Das soll die Kampagne „Zwergenwünsche — sei eine Sternschnuppe und erfülle sie!“ jetzt ermöglichen. Dabei wenden sich die Studenten an Wiesbadener Unternehmen, Organisatoren und Privatpersonen. Auf einer Homepage stellen sie alle Wünsche und Projekte der Kinder vor und nehmen Spenden auch online entgegen. Dabei betonen die Initiatoren, dass es nicht immer Geld sein muss. „Auch über Gutscheine freuen sich die Kinder – oder über neue Bettwäsche, bunt sollte sie sein“, lauten die Ideen der vier Studenten. (ts)

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