BKA übergibt historische Manuskripte von Kafka-Freund an israelische Botschaft

Zur Ausstellung in der Nationalbibliothek

BKA übergibt historische Manuskripte von Kafka-Freund an israelische Botschaft

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat am Dienstag historische Dokumente des Schriftstellers Max Brod an den Botschafter des Staates Israel zurückgegeben. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden hatte die Manuskripte des engen Freunds von Franz Kafka zuvor zufällig im Bundeskriminalamt gefunden. Das meldet das BKA am Mittwoch.

Demnach war beim Fund der Dokumente 2013 noch nicht klar, wem sie zuzuordnen waren. Schon damals vermutete man aber, dass die zum Teil vergilbten Blätter schon über 100 Jahre alt sein könnten. Erst 2014 wurde mit Hilfe von Literaturexperten geklärt, dass die Dokumente authentisch sind. Sie waren zwischen 2009 und 2012 aus der Wohnung der ehemaligen Sekretärin des Schriftstellers in Tel Aviv entwendet worden. Im Zuge von Ermittlungen gegen Kunstfälscher im BKA wurden sie später beschlagnahmt.

Die Dokumente, zu denen laut Medienberichten auch eine Postkarte des Schriftstellers Franz Kafka (1883-1924) an Brod gehörte, sollen jetzt in der National Library of Israel ausgestellt werden. Dafür übergab der Vizepräsident des Bundeskriminalamtes, Peter Henzler, die Manuskripte dem Vorsitzenden des Verwaltungsrats der Bibliothek, David Blumenberg.

„Die vergilbten Dokumente waren in alten Koffern zwischen allerlei Trödel gelagert, ihren Wert haben sie dennoch schnell erkannt“, sagte BKA-Vizepräsident Peter Henzler am Dienstag. „Mich freut es sehr, dass wir die Dokumente sichern konnten und sie nun einen würdigen Platz in der National Library of Israel bekommen".

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