Großer Umbruch bei ESWE: Doch keine Wasserstoff-Busse mehr

Wiesbadens Verkehrsbetrieb setzt auf weitere Diesel-Busse.

Großer Umbruch bei ESWE: Doch keine Wasserstoff-Busse mehr

ESWE Verkehr hat die Neuausrichtung ihres Fuhrparks in Wiesbaden verkündet und dabei für Aufsehen gesorgt: Der Verkehrsbetrieb verabschiedet die Wasserstoffbusse. Diese Entscheidung sei notwendig, damit der Wiesbadener ÖPNV besser auf künftige Herausforderungen vorbeireitet sei.

Wegen der hohen Auslastung im städtischen Netz brauche es Busse, die viele Fahrgäste aufnehmen können. Darum beschafft ESWE Verkehr zwischen 2022 und 2024 noch einmal insgesamt 36 Diesel-Gelenkbusse, die mit ihren knapp 19 Metern und vier Türen besser zu den Voraussetzungen im ÖPNV passen, so ESWE. Mit alternativen Antrieben seien solche Fahrzeuge derzeit nicht zu bekommen.

Damit steht der Ausbau der brennstoffbetriebenen Busse schon nach einem Jahr wieder vor dem Aus. ESWE selbst meldet, dass man vorsehe, insgesamt 61 Dieselfahrzeuge und zehn Brennstoffzellenbusse aus dem Betrieb zu nehmen. Langfristig sollen aber in der zweiten Hälfte der Zwanzigerjahre batterieelektrische Gelenk- und auch einige Doppel-Gelenk-Busse beschafft werden – vorausgesetzt, dass dann eine weitere Betriebshoffläche zur Verfügung stehe.

„Wir gehen einen Schritt auf einem Weg zurück, um zwei Schritte auf einem anderen Weg vorwärtszukommen“, sagt ESWE-Verkehr-Geschäftsführer Jan Görnemann. In Abwägung aller Argumente habe man sich darum bewusst dafür entschlossen, bei einer Neuausrichtung der Fuhrpark-Strategie auf die Wasserstoff-Technologie zu verzichten.

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