Stadt Wiesbaden verteilt „gelbe Karten“ an Falschparker

Aktion soll auf Neuerung der Straßenverkehrsordnung hinweisen

Stadt Wiesbaden verteilt „gelbe Karten“ an Falschparker

Um auf die am Dienstag in Kraft getretenen Änderungen der Straßenverkehrsordnung (wir berichteten) aufmerksam zu machen, haben Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) und die Verkehrspolizei gelbe Karten an Falschparker auf dem Fahrradstreifen in der Taunusstraße verteilt.

Denn mit der Novelle kamen nicht nur höhere Bußgelder für Verkehrssünder, sondern auch ein generelles Halteverbot auf Fahrradschutzstreifen. Durften PKW und LKW bisher bis zu drei Minuten zum Be- und Entladen kurz auf den Streifen halten, ist das seit Dienstag ausnahmslos verboten. Wer gegen die Regelung verstößt, muss in Zukunft mit einem Bußgeld zwischen 55 und 70 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Änderung kurzfristig in Kraft getreten

„Wir freuen uns definitiv über den besseren Schutz für Radfahrerinnen und Radfahrer“, so Kowol und Tischel. „Gleichwohl ist uns bewusst, dass es insbesondere Paketdienste und Lieferverkehre oft nicht leicht haben, legale Flächen zum Be- und Entladen zu finden, weswegen wir derzeit hierfür gemeinsam mit der Branche im Rahmen des Projektes Nachhaltige Stadtlogistik Lösungen erarbeiten.“ Da in Berlin über die Empfehlungen des Bundesrates zur Änderungsnovelle beraten wurde, sei sie sehr kurzfristig in Kraft getreten. Deshalb verteilten Kowol und die Verkehrspolizei am Dienstag zunächst nur gelbe Karten, anstatt die Falschparker sofort zur Kasse zu bitten.

Unsere Verkehrspolizei wird mit dem erforderlichen Fingerspitzengefühl und mit Augenmaß mit den neuen Regelungen umgehen.“ - Winnrich Tischel, Leiter Straßenverkehrsamt

Die Verkehrspolizei muss in Zukunft entscheiden, wie sie mit den Falschparkern umgeht. „Hier kommt einiges auf die Autofahrer zu, weit mehr als die wesentlich schärferen Grenzwerte für Punkte und Fahrverbote bei zu schnellem Fahren und darauf müssen sich alle Beteiligten, auch wir in der Behörde, gründlich einstellen“, sagt Winnrich Tischel, Leiter des Straßenverkehrsamts. „Deshalb wird unsere Verkehrspolizei mit dem erforderlichen Fingerspitzengefühl und mit Augenmaß mit den neuen Regelungen umgehen und wir werden viel Öffentlichkeitsarbeit betreiben.“

Straßenverkehrsamt beantwortet Fragen zu der Novelle

Wer Fragen zu den Neuerungen habe oder sich unsicher sei, könne sich an das Straßenverkehrsamt unter der E-Mail-Adresse Strassenverkehrsamt@wiesbaden.de wenden, so Tischel. „Wir werden jede Anfrage in angemessener Zeit beantworten.“ (nl)

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