Deshalb hat „My Muesli“ in der Langgasse geschlossen

Vor knapp drei Jahren eröffnete der Müslishop „My Muesli“ eine Filiale in der Innenstadt. Müslifreunde konnten dort aus unzähligen Kreationen ihre Favoriten auswählen. Seit einigen Tagen ist der Laden jedoch dicht.

Deshalb hat „My Muesli“ in der Langgasse geschlossen

Toast mit Butter und Schokocreme zum Frühstück hat bei vielen ausgedient. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine gesündere Mahlzeit: Frühstücksflocken, Porridge, Müsli. „My Muesli“ hat den Trend schon vor einigen Jahren erkannt und den ersten Online-Versandhandel für Müsli entwickelt. Es folgten Filialen in vielen Städten, seit 2016 war auch ein Laden in Wiesbaden dabei. Seit einigen Tagen sind die Türen von „My Muesli“ in der Langgasse jedoch verschlossen.

Nicht nach Erwartungen entwickelt

„Wiesbaden ist eine tolle Stadt, in der wir uns sehr wohlgefühlt haben.“ - Wenke Blumenroth, Sprecherin

Und das dauerhaft. „Letzter Öffnungstag war der 20. April“, bestätigt „My Muesli“-Sprecherin Wenke Blumenroth. „Wiesbaden ist eine tolle Stadt, in der wir uns sehr wohlgefühlt haben“, betont sie. Leider habe sich der Laden in der Langgasse aber nicht nach den Erwartungen des Unternehmens entwickelt. Aktuell betreibt die Müslifirma rund 30 eigene Läden in Deutschland, schon vor zwei Jahren habe sich das Unternehmen jedoch für eine Neuausrichtung der Store-Strategie entschieden, wie Blumenroth erklärt.

„Das heißt jedoch nicht, dass wir nicht an ein Offline-Geschäft glauben, im Gegenteil“, sagt die Sprecherin. Aber in den vergangenen Jahren habe „My Muesli“, wie viele andere Händler auch, gesehen, dass Einzelhandel insgesamt schwieriger geworden sei. Immer weniger Kunden würden für die reine Bedarfsdeckung in die Innenstädte gehen. „Deshalb ist es für uns logischer, uns auf weniger eigene Standorte zu konzentrieren“, erklärt Blumenroth.

Neues Konzept

Deshalb verfolgt „My Muesli“ nun auch einen neuen Plan: In Zukunft wolle man sich eher auf weniger Läden konzentrieren und „My Muesli“ mehr als Marke erlebbar machen, zum Beispiel mit einem integrierten Gastrobereich oder Shop-in-Shop-Flächen innerhalb größerer Geschäfte.

„An den Läden in Frankfurt und Mainz halten wir vorerst weiter fest.“ - Wenke Blumenroth, Sprecherin

Wer allerdings nicht auf die speziellen Müslikreationen und Protein-Porridges verzichten will und bereit dazu ist, dafür einen etwas weiteren Weg in Kauf zu nehmen, den kann Blumenroth erst einmal beruhigen: „An den Läden in Frankfurt und Mainz halten wir vorerst weiter fest.“ (ts)

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