Kundgebung gegen Atomwaffen vor Wiesbadener Rathaus

Das veranstaltende Bündnis fordert von der Bundesregierung den Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag.

Kundgebung gegen Atomwaffen vor Wiesbadener Rathaus

Das Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung plant für den Mittwoch (8. Juli) eine Kundgebung vor dem Rathaus der Landeshauptstadt. Wie das Bündnis mitteilt, soll die Veranstaltung von 14 bis 16 Uhr stattfinden.

Mit Reden und literarischen Texten wollen die Veranstalter über die Gefahren von Atomwaffen informieren. Hintergrund sei die „aktuelle Eskalationsspirale der gegenwärtigen Kriege“. Das Bündnis fordert, dass die Bundesregierung dem Atomwaffenverbotsvertrag beitritt. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki sollten dabei eine nachdrückliche Mahnung sein.

Flaggentag der „Mayors for Peace“

Anlass für die Kundgebung ist der sogenannte Flaggentag des weltweiten Bürgermeister-Netzwerks „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden). Dieser Tag erinnert am 8. Juli an ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs aus dem Jahr 1996. Demnach verstoßen der Einsatz von Atomwaffen und bereits die Androhung ihres Einsatzes gegen internationales Recht.

Wiesbaden ist seit 1987 Mitglied im Netzwerk „Mayors for Peace“ und 2019 auch dem ICAN-Städteappell beigetreten. Oberbürgermeister Mende werde demnach am Mittwoch die Flagge der Organisation am Rathaus hissen. Das Bündnis hofft, dass er auch bei der Kundgebung sprechen wird und zitiert ihn aus einer früheren Botschaft: „Diese Entwicklungen mahnen uns, jeden Tag für Frieden, Demokratie und Menschlichkeit einzutreten.“