So läuft der Klimastreik in Wiesbaden

Gefordert wird unter anderem der Ausstieg aus fossilen Energien.

So läuft der Klimastreik in Wiesbaden

Unter dem Motto #peoplenotprofit finden am Freitag (23. September) weltweit Demonstrationen statt. So gehen auch in Wiesbaden Hunderte Menschen auf die Straße. Die Innenstadt-Straßen sind daher weitgehend für den Autoverkehr gesperrt.

„Wir erwarten in Wiesbaden 2000 Teilnehmer deshalb wird die Demonstration größer als üblich“, erklärte Moritz Richter von Fridays for Future Wiesbaden im Vorfeld der Demo. Der Demonstrationszug bewegt sich seit 12:30 Uhr über die Bahnhofsstraße in Richtung Innenstadt und endet gegen 16 Uhr im Kulturpark Wiesbaden. Dort gibt es dann Musik und Reden.

Es gehe den Teilnehmern darum, „dass das Wohlbefinden des Menschen, der Umwelt und die Wahrung unserer Lebensgrundlagen über finanzielle Profite gestellt werden“, so Richter. „Wir möchten, dass die Bürger endlich erkennen, dass wir sehenden Auges auf eine der größten globalen Katastrophen zusteuern und die Politik weiterhin schläft.“ Auch ein Jahr nach der Bundestagswahl sei in Deutschland „noch keine akzeptable Klimagerechtigkeit in Umsetzung“.

Gefordert werde daher unter anderem, dass ein 1,5 Grad-konformes CO2-Budget verabschiedet wird und alle Infrastrukturprojekte per Gesetz auf Kompatibilität mit dem CO2-Budget geprüft werden. Neue Erdgas-Infrastrukturprojekte sollen beendet und ein Erdgas-Ausstieg bis spätestens 2035 beschlossen werden, ebenso ein sozialverträglicher Ausstieg aus allen fossilen Energien in Deutschland. Politische „Ausbaubremsen“ für Sonnen-und Windenergie sollen beseitigt und der Ausbau versiebenfacht sowie eine „radikale, soziale und gerechte Mobilitätswende eingeleitet werden. Dazu gehöre auch der sofortige Baustopp für Autobahnen und Bundesstraßen.

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