Kommt der Wasserspielplatz in den Reisinger Anlagen?

Mitten in der Innenstadt soll gegenüber des Hauptbahnhofs ein Wasserspielplatz entstehen. Doch durch die Coronakrise hinkt das Projekt. Wie geht es weiter?

Kommt der Wasserspielplatz in den Reisinger Anlagen?

Bei den Reisinger Anlagen soll ein Wasserspielplatz entstehen — so der Wunsch des Ortsbeirats Mitte und vieler Wiesbadener. Spätestens wenn im Sommer die Temperaturen auf über 30 Grad klettern, melden sich jedes Jahr Eltern und Kinder zu Wort, die sich eine Möglichkeit wünschen, sich beim Spielen abzukühlen. Um dem Wunsch Nachdruck zu verleihen, starteten einige Wiesbadener im vergangenen Sommer eine Online-Petition (wir berichteten) — mit Erfolg.

Standort gefunden

Denn im Februar bestätigte Grünflächendezernent Andreas Kowol (Grüne) dem Ortsbeirat, dass der Bau eines Wasserspielplatzes bei den Reisinger Anlangen möglich sei, weil die Fläche zum einen bereits als Spielplatz ausgewiesen sei, zum anderen die Idee eines Wasserspielplatzes gut in das Konzept einer grüneren Stadt passen würde. Durch das mit Bundes- und Landesmitteln ausgestattete Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ sind auch die finanziellen Voraussetzungen dafür gegeben.

Nun steht der Ortsbeirat vor der nächsten Hürde bei der Realisierung des Projektes. Einen Termin vor Ort für die Visualisierung der Pläne hat es — nicht zuletzt bedingt durch die Coronakrise — noch nicht gegeben. „Wir freuen uns, wenn das Amt uns eine erste Visualisierung vorlegt, damit wir dann über die konkrete Gestaltung sprechen können“, erklärt Ortsvorsteher Roland Presber (SPD).

Wichtig für die Kinder und die Stadt

„In Zeiten, in denen die Sommer immer heißer werden, ist ein Wasserspielplatz ein wichtiges Projekt.“ - Ortsvorsteher Roland Presber (SPD)

Für ihn stellt der geplante Spielplatz eine wichtige Ergänzung zum bisherigen Angebot in Wiesbaden dar. „In Zeiten, in denen die Sommer immer heißer werden, ist ein Wasserspielplatz ein wichtiges Projekt — auch aus sozialer Sicht. Wir wollen hier ein Angebot schaffen, das gerade auch den Familien zugutekommt, die sich Urlaube und Ausflüge nicht so wie andere leisten können“, sagt er. Sein Stellvertreter Reinhard Bauerschmitz (CDU) fügt hinzu, dass das Konzept gut zu Wiesbadens Image als Quellenstadt passe.

Ortsbeirätin Gesine Bonnet (Grüne) betont zudem, dass die Lage an den Reisinger Anlagen durch die guten Bus- und Bahnanbindung eine perfekte Lage auch für Kinder aus anderen Stadtteilen sei. Bisher gibt es in Wiesbaden nur einen Wasserspielplatz in Medenbach, der 2018 eröffnet wurde (wir berichteten). Viele Wiesbadener fahren im Sommer mit Kindern deshalb extra nach Mainz, wo es einen Wasserspielplatz im Volkspark gibt. (ts)

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