Stadt hofft auf Ende der illegalen Prostitution in Hotels

Seit heute ist Prostitution in Hessen wieder erlaubt

Stadt hofft auf Ende der illegalen Prostitution in Hotels

Seit heute (25. Juni) ist die Prostitution in Hessen und damit auch in Wiesbaden wieder erlaubt (wir berichteten). Die Wiesbadener Frauenbeauftragte Saskia Veit-Prang hofft, dass die illegale Prostitution in der Stadt dadurch wieder abnimmt.

„Uns ist bewusst, dass die letzten Monate für Prostituierte sehr schwer waren“, erklärt Veit-Prang am Freitag. Kontrollen des Ordnungsamts und der Polizei der letzten Monate hätten gezeigt, dass sich viele Prostituierte wegen des Verbots und ihrer persönlichen Not in Hotels oder Ferienwohnungen eingemietet hätten, ohne die notwendigen Unterlagen zu haben. So wollten sie ihr Existenzminimum sichern. „Dieses Verstecken hat nun endlich ein Ende, da es auch mit erheblichen Gefahren für die Prostituierten verbunden war“, so Veit-Prang.

Prostitution in Hotels und Ferienwohnungen nicht erlaubt

Außerhalb der angemeldeten Prostitutionsstätten sei die Einhaltung des Prostituiertenschutzgesetzes nicht gewährleistet. Das stelle für die Prostituierten ein nicht unerhebliches Risiko dar, bestätigt auch Stefan Krebs, Leiter des Ordnungsamts. Das Einmieten in Hotels, Airbnb-Wohnungen oder Ferienwohnungen sei zudem ein Verstoß gegen die geltende Wiesbadener Sperrgebietsverordnung. Prostitution ist demnach nur in ausgewiesenen Bereichen erlaubt, mit Ausnahme der Wohnungsprostitution.

„Wir bitten daher die Hotelbetreiber sowie die Vermieter von Airbnb-Wohnungen oder Ferienwohnungen bei der Vermietung darauf zu achten, dass sich keine Prostituierten in ihrem Gewerbe einmieten um ihrer Tätigkeit gezielt nachzugehen“, sagt Krebs.

Das Gesundheitsamt und das Ordnungsamt stellen ab sofort wieder nach Terminvereinbarung Gesundheitsbescheinigungen und Anmeldebescheinigungen aus, die die Prostituierten brauchen, um ihre Arbeit aufzunehmen.

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