Die Hessische Landesregierung will die Heimat, Traditionen und die Erinnerungskultur in Hessen stärken. Das wurde bei der traditionellen Kabinettsitzung auf dem Hessentag am Freitag beschlossen, wie die Landesregierung mitteilt.
Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnete den Hessentag als Wachstumsmotor. „In unserer Kabinettsitzung haben wir beschlossen, gezielt in Infrastruktur zu investieren, um wirtschaftliche Stärke und Lebensqualität nachhaltig zu sichern. Gleichzeitig stärken wir Heimat und Identität, indem wir Engagement, Traditionen und das gesellschaftliche Miteinander in Hessen weiter fördern“, so der Regierungschef.
Mehr Geld für Heimat und Erinnerung
Um die hessische Identität zu fördern, will das Kabinett die finanzielle Unterstützung für Vereine der Brauchtumspflege ausbauen. Künftig soll dafür mindestens eine Million Euro pro Jahr zur Verfügung stehen. Zudem soll die Zahl der geförderten Gemeinden anlässlich der Dorf- und Regionalentwicklung erhöht werden. Derzeit werden 85 Kommunen mit rund 33 Millionen Euro jährlich unterstützt.
Auch Dialekte und Mundarten sollen durch neue Projekte erhalten werden. Mit dem neuen Förderangebot „Hessen schmecken“ soll außerdem die Vermarktung von heimischen Lebensmitteln unterstützt werden. Heimatminister Ingmar Jung sagte dazu: „Regionale Wertschöpfungsketten sind auch nachhaltig und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. In besonderem Maße ist regionale Ernährung auch ein Beitrag zu einer hessischen Identität und ein Stück Heimat.“
Ein weiterer Beschluss betrifft die Gedenk- und Erinnerungslandschaft in Hessen. Diese soll dauerhaft gestärkt werden. Unter anderem sollen die Gedenkstätten Point Alpha und Schifflersgrund weiterhin Unterstützung erhalten, um an die Opfer des SED-Unrechts zu erinnern. Zudem soll die Zusammenarbeit zwischen Gedenkstätten, Hochschulen, Schulen und Zeitzeugen vorangetrieben werden.